Posts mit dem Label 100% Indie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Rezension | Stay With Me von J. Lynn/ Jennifer L. Armentrout

Calla hat ein hartes Leben hinter sich, schreckliche Dinge erlebt und gesehen. Dabei hat sie viele Dinge in ihrem Leben verpasst, die für andere Studenten ihres Alters ganz normal zu sein scheinen. Aber das ist O.K., weil sie ein Ziel hat. Wenn nur die Vergangenheit oder vielmehr, ihre Mutter, sie nicht immer wieder einholen und einen Strich durch ihre Pläne machen würde. Calla muss schweren Herzens wieder nach Hause zurückkehren, wo sie in der Bar ihrer Mutter auf Jax trifft.

Rezension | Kernstaub von Marie Graßhoff


Mara ist ein 19-jähriges Mädchen aus gutem Hause, der Bruder ist weit weg und ihre einziger Kontakt zu Menschen scheinen ihre Angestellten zu sein. Alles scheint so normal - bis es das nicht mehr ist und sie aus ihrer Realität herausgerissen wird und in eine andere Dimension hinein stürzt. Und nebenbei muss sie erkennen, dass das nicht ihr erstes Leben auf der Welt ist und ziemlich viele sich ihren Tod wünschen. Und dann ist da noch Juan.

Rezension | Choosing You von Jenny Trout

Madison Lane hat die einzigartige Gelegenheit für ein Seminar in arturistischer Literatur den Sommer über nach Wales zu gehen. Dabei lockt sie nicht nur die Literatur, sondern auch Thomas Evans, der Professor, den sie bereits in Amerika kennengelernt hat. Dabei muss sie - erst mal in Wales angekommen - erkennen, dass die walisischen Jungs auch nicht so schlecht sind. Dabei hat sie nur 6 Wochen in Wales.

Wales, Arthus und eine Dreiecksbeziehung

Jenny Trout ist eine Autorin, der ich bei Twitter und auf ihrem Blog Traut Nation folge und von der ich auf Empfehlung bereits schon The Boss gelesen habe - ein Erotikbuch das in Richtung Fifty Shades schwingt, bei dem die Beziehung aber nicht auf Abhängigkeit basiert, sondern Gleichberechtigung. Für ein paar Wochen hat sie bei Twitter ihr neues Buch beworben und ich war automatisch interessiert. Auch hat mich meine Schwäche für Wales dazu bewegt. Und Wales hat sie für mich so weit ganz gut eingefangen: Diesen Kontrast zwischen dem Gefühl der letzte Mensch auf Erden zu sein und dennoch Wifi überall zu haben. Auch mochte ich die Story - irgendwie. Madison ist in ihren Professor verliebt, aber verliert nicht vollständig ihren Kopf. Zwischenzeitlich schweben ihr Phrasen wie "Ich liebe Dich" durch den Schädel, springt dauernd zwischen Euphorie und Panik hin und her. 
Womit wir auch schon zu meiner Kritik kommen. Man kann sich bei Jenny Trout darauf verlassen, dass ihre Heldinnen, auch wenn sie nur Studentinnen sind und die Beziehung tatsächlich ein starkes Machtgefälle hat, stark sind und sich nicht unterbuttern lassen. Aber ihr Bedürfnis politisch korrekte Geschichten zu schreiben, macht einzelne Szenen zu plakativ. Am schlimmsten empfand ich die Diskussion zwischen den Teilnehmern des Kurses über Geneve und wie sie den Bad Boy gewählt hat, statt ihren sicheren netten Ehemann. Es war eine riesige Debatte über das 'Friendzone'-Phänomen, die unglaublich unelegant eingebaut wurde. Jenny Trout möchte zu sehr besser sein, als die Menschen, die sie dauernd auf ihrem Blog kritisiert. Dabei vergisst sie Symbolik und das man die Figuren etwas zeigen und nicht sagen lassen sollte. Simple Dinge, an denen man jedoch (hab ich mir sagen lassen) pfeilen kann. Dabei schreibt sie ziemlich flüssig. Man stolpert nicht über unglückliche Formulierungen und ihre Charaktere sind menschlich mit Fehlern und glaubwürdig.

Choosing You war eine kurze nette Story mit einem meiner Lieblingssettings, hat aber versucht zu viel Liebesdrama in zu wenig erzählter Zeit hineinzupacken.

Gut zu wissen über Chossing You von Jenny Trout:

  • Trout; Jenny: Choosing You. Selbst plubliziert, 136 Seiten. Preis: kostenlos. 
  • Derzeit nur in Englisch und als Kindle Version zu erhalten. 
  •  Jenny Trout veröffentlich ihre Erotikreihe The Boss unter den Namen Abigail Barnette.

Rezension | A Whole New Crowd von Tijan

Zum Inhalt:

Taryn ist ein Waisenkind und nach einem Leben im amerikanischen System wird sie nun endlich adoptiert. Und nicht nur von irgendwen, sondern einer reichen Familie mit der eine neue Schule und ein ganz neues Leben auf sie zukommen. Doch ihre alte Welt, ihre alte "Familie" kann sie nicht einfach so hinter sich lassen und muss feststellen, das ihr neues Leben enger verbunden mit ihrem alten ist, als sie glaubt. 

Meine Meinung:

Ich weiß nicht, was dieses Mal los war, aber es hat einfach nicht gefunkt. Ich fand die Story doof, Tijans Schreibstil nervig und ich musste mich durchquälen um es noch zu beenden. Das künstliche Drama aus der Fallen Crest Serie funktioniert dort, weil High School Politik der Hauptfokus der ganzen Serie ist, hier ist es jedoch nur nervig. Es geht um Drogen, um ein Drogennetzwerk, den Drogenbaron, warum also diese ganze Hierarchie Geschichte? Die abwesenden Eltern, die so typisch für ihre Geschichten sind, funktionieren hier ebenfalls nicht. Taryn konnte ich noch nachvollziehen, irgendeinen Grund muss es ja geben, dass sie adoptiert wurde, aber Tray u.a.? Auch das sie kurz vor ihrem 18ten Geburtstag adoptiert wurde - wieso stellt Tayrn es nie in Frage? Mir kam das vom ersten Satz an einfach nur Spanisch vor. Ist es nicht bekannt, das jüngere Kinder einfacher zu vermitteln sind, als beinahe Volljährige? Und wieso, wenn sie ihre Eltern nie kennen gelernt hat, was mich annehmen lässt, das sie schon früh im System gelandet ist, ist sie nicht schon früher adoptiert worden? Einer von vielen Punkten die schlecht durchdacht wurden und für die Storyline zurecht gebogen wurden. Allgemein bin ich enttäuscht, das auch diese Heldin kaum etwas Neues an sich hat: Sie ist selbstgerecht, aggressiv, besserwisserisch und natürlich sind alle Mädchen schlecht und dumm und hinterhältig und sie ist die Einzige, die wirklich einen Überblick hat, die ein guter Freund ist, sich nicht verstellt blah blah blah. Das alles, verbunden mit der Tatsache, dass es wieder Mal so schwierig ist, hinter allem einen roten Faden zu finden, weil sie 1.000 Themen ankratzt und nur einen Bruchteil davon durchzieht... Dabei gab es den roten Faden. A Whole New Crowd ist ein Einzelband, mit einer richtigen Storyline, mit Hinweisen die hier und da fallen gelassen werden und zum großen Bäm am Ende führen. Es ist auf der einen Seite eines von Tijans besseren Werken, auf der anderen Seite reicht es langsam nicht mehr aus. 

Rezension | Nerd Girl von Sue Lee

Zum Inhalt:

Julia Hayes hat alles – eine tolle Eigentumswohnung, familiären Rückhalt und ist ein Überflieger in ihrem Job bei Megasoft (kurz MS). Alles sieht nach Erfolg aus, wäre da nicht die Sache, das sie keine Ahnung hat, warum es bei Beziehungen nie mit ihr klappt. Frisch getrennt sucht sie nach Veränderungen, beruflichen und privaten – und findet diese auch.






Meine Meinung:

Nerd Girl ist unglaublich gut geschrieben. Julia gesteht gleich zu Anfang, das sie alle plant und überanalysiert und das zeigt sich auch in ihrer Sprache und ihrem Gedankengang (teils sogar durch eingebaute Diagramme). Die Charaktere waren für mich super abgerundet, hatten Stärken und Schwächen und ich konnte niemanden wirklich hassen, obwohl teilweise hassenswerte Taten begangen wurden. Die Autorin kennt sich offensichtlich in dem Arbeitsfeld, dass sie beschreibt, aus und die ganze Story besticht durch ein abgerundetes Setting. Teils geht sie sogar zu genau auf Details ein und es werden ganze Dialoge über Arbeitsschritte geführt, die für den Laien wie Chinesisch klingen, was vielleicht einen Ticken zu viel des Guten ist. Auch ist es schade, wofür die Autorin jedoch nichts kann, dass das ebook Format dieses Mal versagt hat. Auf ihrem Blog schreibt Sue Lee, dass der Reintext zu Nerd Girl eigentlich mit zig Fußnoten so wie viel viel mehr Diagrammen kommen sollte, jedoch diese drin zu behalten die ganze Formatierung des Textes beim umwandeln in das ebook Dateiformat zerschossen hätte. Schade, weil ich gerne die Originalidee gesehen hätte. Dazu kommt der Plot, der mich am Anfang etwas zögern lassen hat, weil es zu perfekt daher plätscherte, aber dann Bam! Es war fantastisch und voller unglaublich gutem Drama. Ein auf und ab der Gefühle. 

Eine starke Hauptprotagonistin, nicht zu kitschige Romantik und einen glaubwürdigen Helden machen Nerd Girl zu einem Muss für jeden Romantik Fan.

Sue Lee: Nerd Girl. Selbst publiziert von Sue Lee. ebook. ca. 388 S. Sprache: Englisch. 2,68 € bei amazon.