on the road // Die #FBM als Buchmesse-Ersti erleben


Die Vorbereitung:

Die Bahnfahrt und Zimmer waren schon länger gebucht - aber das war auch das Einzige, um das ich mich so wirklich gekümmert habe. Ich hatte keinerlei Verpflegung dabei, keine Ahnung, wie ich von der Herberge zur Buchmesse komme (oder vom Bahnhof zur Herberge) und überhaupt wusste ich nicht, dass man sich für die Blogger-Events vorher anmelden bzw. bewerben muss. Ich war wieder einmal ein bisschen blauäugig. 1 Tag vorher habe ich die Buchmesse-App entdeckt und mir Veranstaltungen herausgesucht, die mich interessieren könnten. Wenigstens etwas, mit dem ich mich 3 Tage lang beschäftigen könnte. :D



Frankfurt

Viel zu früh bin ich am Freitag also los, habe in Düsseldorf den ICE nach Frankfurt bekommen und dort schnell meinen Koffer in der Herberge abgegeben. Ab ging es zur Buchmesse, immer der Masse hinter her. Und während ich so durch die Straßen von Frankfurt irrte, habe ich mich ein wenig verliebt. Meine Herberge war direkt am Main, nahe der Altstadt - wo ich immer in die U-Bahn zur Messe eingestiegen bin. Ein bisschen hab ich es bereut, dass ich keine Zeit für Sightseeing eingeplant habe, denn es war mein erstes Mal in Frankfurt und das was ich von der Stadt gesehen hab, gefiel mir.

Und dann endlich, die FBM

Auf dem Messegelände angekommen war ich einfach nur lost, schnell wurde mir aber klar, welche Hallen besonders hip sind und wo man das meiste erleben kann und ich meine zwei Lieblingsbühnen gefunden, bei denen ich mich des Öfteren aufgehalten habe (ja, ich stehe tatsächlich darauf, Vorträgen zuzuhören, auch wenn das nicht so wirkt, weil ich die meiste Zeit an meinem Handy rumspiele). Zum einen war das der Selfpublishing-Corner, zum anderen der Orbanism space. Ich hab mir diverse Vorträge zu Autor-Blogger-Kommunikation und Selbstmarketing als Autoren angesehen aber auch im Orbanism Space der Blogger Future Place (bfp16) Veranstaltung beigewohnt sowie einem Panel zu Blogs und Vlogs. Highlights waren hier das #bfp16 sowie einen Vortrag von Books on Demand. Enttäuscht war ich eher von den meisten Panels, weil ich das Gefühl habe, es wurde sich immer wieder wiederholt, nichts von Substanz gesagt und selbst bejubelt. Besonders das Panel zu Vlogs und Blogs war echt enttäuschend, weil nur Booktuber da waren und davon geredet haben, wie toll die Community ist und das man sich einfach trauen muss. Das Ganze war recht flach. Ich hatte eigentlich gehofft, dass es mehr kontroverse Thesen gibt, die diskutiert werden würden. Das einzige Tolle war für mich allerdings Sina zu lauschen, die für ihr Alter sehr selbstbewusst und souverän rüber kam. Ich wünschte, ich wäre mit 15 so gewesen.

Mein zweites Highlight war das Treffen mit Elif und ihrer nordischen Gang bestehend aus Mona, Corinna, Elif selbst und Julia sowie Lin, die wir auf dem Bookstagram-Treffen gefunden haben. Ich erinnere mich daran, dass Elif eine der Ersten war, die hier jemals kommentiert hat - umso schöner war es, dass es spontan zu einem persönlichen Treffen kam. Wir haben uns kurz vorm Bookstagram-Treffen gefunden und danach haben die vier mich unter ihre Flügel genommen und wir sind die nächsten 1 1/2 Tage über die Messe gezogen. Wenn ich andere Berichte über Buchmesse (ob Frankfurt oder Leipzig) lese, wird oft davon geredet, dass ein besonderes Highlight das Treffen mit Blogger-Kollegen ist. Ich kann es endlich nachvollziehen. :)

Der große Minuspunkt

Die Menschen waren mein Highlight, aber auch der Grund, wieso ich am Samstag am liebsten geflohen wäre. Es waren einfach zu viele. Und dann noch Menschen mit Koffern und Kinderwagen und und und. Ich hab zwischenzeitlich wirklich gedacht: "Geh einfach und erkunde Frankfurt. Die Stadt sollte leer sein, wenn alle hier sind." Hinter her war ich natürlich dankbar, dass ich geblieben bin, weil ich Elif&Co. getroffen habe und wir herausgefunden haben, dass es auch ruhige Hallen in der Messe gibt - z.B. die der internationalen Verlage. Gleichzeitig war das aber auch sehr merkwürdig, weil u.a. der Penguin Verlag einen riesigen Stand hatte, der einfach leer war. 


Weitere Highlights neben den verschiedenen Vorträgen und den lieben Menschen waren zudem:

  • Die ganzen Bücherwände
  • Der Stand von Thüringen und meine kleine Goethe-Figur
  • Der Illumat
  • Marie Graßhoff treffen
  • Meine signierte Kopie von Kernstaub :)
  • Der McRib am Hauptbahnhof, kurz vor der Heimfahrt


Mein kleines Resumee

Ich will gerne noch einmal zur LBM bevor ich endgültig Nein oder Ja zu Buchmessen sage. Leider scheint das Maß an bezahlbaren Unterkünften für die 2017er schon fast erschöpft. Auch würde ich glaube ich nie wieder das Wochenende mitmachen wollen, weil es mir wirklich viel zu voll war. Außerdem sollte ich mich das Nächste mal wirklich besser vorbereiten, um alles aus dem Presseausweis herauszuholen.

Kommentare

  1. Ich kann dein Resümee (und deinen Bericht im Gesamten eigentlich auch) komplett unterstreichen und würde mich riesig freuen, dich in Leipzig wiederzusehen! Ich fand es toll, dich kennenzulernen! :)

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    1. Hast du schon mal wegen Hotelzimmern geschaut? Ich find das sah sehr mau aus. :/

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  2. Erst einmal, deine Fotos von Frankfurt selbst sehen ja toll aus! Von der Stadt an sich habe ich ehrlich gesagt gar nichts gesehen^^ Schade eigentlich.

    Ohje, zum ersten Mal so ganz alleine und ohne Vorbereitung auf eine Buchmesse zu gehen muss natürlich echt anstrengend sein - aber man lernt ja draus, und immerhin hast du es gemacht!

    Im Nachhinein habe ich mich schon geärgert dass ich gar keine Diskussionen und Panels mitgenommen hatte, aber die scheinen ja doch nicht so besonders gewesen zu sein. Danke auf jeden Fall für deine ehrliche Einschätzung! Finde ich super.

    Es ist immer wieder schön zu lesen, dass die Treffen mit den anderen Bloggern für jeden ein Highlight sind :) Das ist wirklich einfach das beste an Buchmessen.

    In die internationale Halle haben wir uns auch oft geflüchtet wenn es sonst zu voll wurde, das war wirklich teilweise extrem. Leipzig finde ich jedes Mal viel besser und ich hoffe, dir geht es genauso! Dort habe ich auch das Gefühl, dass die Wochenenden zwar voll sind, aber doch noch einmal auf andere Art als in Frankfurt.

    Mir hat dein Bericht und deine Art zu schreiben total gefallen! Ich hab' dich über Elif gefunden, bleibe jetzt gerne als Leserin hier und freu mich auf deine Posts :)

    Allerliebste Grüße, Sandy von BlackTeaBooks

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  3. Liebe Suey,

    ein schöner Rückblick auf die Messe! :) Ich kann absolut verstehen, was du meinst: Vor allem am Wochenende ist es einfach VIEL. ZU. VOLL. Daher lege ich mir auf das Wochenende meistens so viele Veranstaltungen und Termine wie möglich, damit ich in dem Gedränge nur schnell von A nach B huschen muss.

    Die Leipziger Buchmesse ist aber wesentlich angenehmer als die FBM, da sie viel kleiner ist. Bestimmt wird sie dir richtig gut gefallen! :)

    Liebe Grüße

    Saskia

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    1. Hey Saskia,

      ich glaube solche Taktiken muss ich erst noch entwickeln.
      Das Leipzig besser sein soll habe ich jetzt schon von mehreren gehört. Vielleicht schaff ich es ja zur #FBM17 :)

      Liebe Grüße,

      Susanne

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