Rezension | Song of Achilles von Madeline Miller

The Song of Achilles handelt von der Liebesgeschichte zwischen Achilles und Patroclus und basiert auf Homers Ilias. 

An dieser Stelle ist eine Inhaltsangabe unnötig. Das war auch der Grund, wieso ich Anlauf und Mut brauchte, um mit diesem Buch anzufangen. Weil es eine Liebesgeschichte war und ich doch allein durch mein Troja-Halbwissen schon wusste, wie diese Geschichte zu Ende gehen würde. Es handelt sich definitiv um einen Coming of Age-Roman. Patroclus ist der Erzähler und berichtet von seiner Kindheit, seinem ersten Zusammentreffen mit Achilles, ihrer Freundschaft und ihrer Liebe. Und von beider Ende. 

Kolumne | 10 Tipps zum Buchrezensionen schreiben

Rezensionen über Bücher für den eigenen Blog, Goodreads oder Lovelybooks zu schreiben, verläuft sicher anders als beim üblichen Feuilleton oder für die Klassenarbeit. Es ist viel subjektiver, viel ungebundener. Es muss niemanden wirklich gefallen, nur dir selbst. Und zugleich sollen sie hilfreich sein. Jeder scheint einen anderen Fokus beim Schreiben zu setzen. Gerade bei Blogs entwickelt jeder Blogger nach einer bestimmten Zeit einen eigenen Aufbau für Rezensionen. Manche unterteilen ganz stark nach bestimmten Abschnitten (Figuren, Plot, Setting), die hinter her die Gesamtpunktzahl ausmachen, andere schreiben lieber lange Fließtexte, die sehr unübersichtlich wirken. Für welche Form man sich auch entscheidet, oftmals ist der Inhalt gleich und das Ziel sowieso. Aber was sollte eigentlich in eine Rezension und was besser nicht? 

1. Die wichtigsten Daten

Für mich ist immer wichtig zu wissen, welche Ausgabe hier rezensiert wird. Also: Name des Autors, Verlag, Jahr, Format, Seitenzahl und Preis - diese Angaben gehören irgendwo in die Rezension. Seit es in einer Fußnote, ganz oben neben dem Coverbild oder oder oder.

2. Cover/ ein Bild vom Buch

Für mich gehört in eine Rezension immer auch ein Bild des Buches, weder von der Presseseite des Verlages, oder abfotografiert. Wenn Ihr Euch das Buchcover von der Verlagsseite holt, schaut immer im Pressebereich des Verlages nach, ob es okay ist. Die meisten Verlage haben wegen der vielen Fragen schon eine F.A.Q. dazu eingerichtet. Zum rechtlichen Aspekt des Abfotografierens findet ihr hier mehr (danke an den anonymen Kommentator).

3. Teil einer Serie?

Ist das rezensierte Buch Teil einer Serie und wenn ja, welcher, welches Buch ist diesem vielleicht vorausgegangen und wann kommt das nächste Buch raus? Vielleicht spielt dieses Buch auch in einem bestimmten Universum und ist eine Auskopplung? Super ist das immer, wenn bereits andere Teile rezensiert wurden und diese Beiträge verlinkt werden.

4. Inhaltsanhaltgabe

Ich schreibe immer eine kleine Inhaltsangabe und setze diese an den Anfang der Rezension. Eine Inhaltsangabe ist für mich wichtig, damit Leser wissen, worum es in dem Buch geht. Ich schreibe sie meist selber, weil sie dann kürzer sind. Ich orientiere mich aber wegen des Maßes an Informationen um nicht zu spoilern an den offiziellen Buchrücken/Inhaltsangaben. Für mich gehört eine Inhaltsangabe dazu, sie sollte aber knapp sein und sich nicht durch die ganze Rezension ziehen. Oftmals treffe ich auf Rezensionen, die mehr eine Nacherzählung des Romans sind, als eine wirkliche Bewertung von Logik, Atmosphäre und Schreibstil. Und hier kommen wir schon zum nächsten Punkt:

5. Keine Spoiler (?)

Spoiler sind ein heikles Thema. Ich persönlich lese Rezensionen oftmals um über Bücher zu diskutieren, die ich bereits gelesen habe, oder ich möchte vor dem Lesen ein paar Highlights erfahren. Andere werden verständlicherweise stinksauer, wenn sie auf einen Spoiler stoßen (gerade bei bestimmten Genres ist dies sehr nervig). Grundsätzlich sollte gelten: Wenn man spoilert, sollte man dies gleich zu Anfang ordentlich kennzeichnen, sodass es jedem sofort ins Auge fällt. (Wikipedia versucht sich hier an der Definition von Spoilern.)

6. Autor =/= Buch

Diesem Punkt stehe ich sehr ambivalent gegenüber. Mir fällt es einerseits schwer, einen Autor von seinem Werk zu unterscheiden, wenn es sich dabei um einen Homophob handelt (siehe Orson Scott Card, den Autor von Ender's Game). Meine Haltung zum Autoren sagt im Prinzip nichts über das Buch aus, beeinflusst aber die Art und Weise, wie ich etwas lese und bewerte. Wenn es sich aber um einen 08/15 Autor handelt, ohne extreme Ansichten oder Stalkingtendenzen fällt es doch sehr leicht. Ganz unvoreingenommen gehe ich aber besonders auf Werke zu, deren Autor ich nicht kenne. Bücher sind für mich nicht die Babys eines Autoren, sondern Produkte, hinter denen eine ganze Industrie steckt und mit denen Geld gemacht wird. Deswegen bewerte ich Bücher als ein Produkt und versuche immer über das Buch zu reden, statt den Autor beim Namen zu nennen. Das funktioniert natürlich nicht immer.  

7. Abstand und Notizen helfen

Mir persönlich hilft es eine Rezension mit etwas Abstand zum Lesen zu schreiben. Oftmals ist das schwierig, weil ich mir nie Notizen mache. Soll aber helfen, hab ich gehört :D Abstand hilft, das Buch noch mal Revue passieren zu lassen und zu sehen, wo die Schwachstellen und die Stärken waren. Dadurch bekommt eine Rezension meist eine objektivere Note.

8. Punktevergabe und Fazit

Je nachdem wie lang die Rezension ist, hat nicht jeder die Lust und Zeit sich alles durchzulesen. Vor allen Dingen, wenn man vielen Buchblogs folgt. Deswegen kommt man den Lesern entgegen, wenn man mit Punkten arbeitet und das Fazit nicht vergisst.

9. Rezensionsexemplar kennzeichnen

Der Punkt ist mir sehr wichtig. Handelt es sich um eine Rezension zu einem Rezensionsexemplar, will ich als Leser das wissen. Für mich hat das Einfluss auf meine Rezeption Eurer Rezension. Viele sagen, dass es keine Rolle spielt, ob man das Buch zur Verfügung gestellt bekommen hat oder nicht. Für mich tut es das, denn ich persönlich glaube nicht, dass man eine Rezension ganz unbefangen schreiben kann, wenn man etwas umsonst bekommen hat. Zudem ist es rein rechtlich sowieso verpflichtend, Werbung zu kennzeichnen. Und Rezensionsexemplare werden nun mal zu Werbezwecken versand.

10. Habt etwas zu sagen

Schreibt nicht darüber wie toll der Held war, sondern erklärt genau was Ihr gut fandet. War die Welt glaubwürdig? Und die Charaktere? Konnte man die Handlung nachvollziehen? Wie war die Atmosphäre? Und der Schreibstil? Seid ihr beim Lesen über Metaphern gestolpert, die keinen Sinn ergeben haben? Schwärmt nicht nur 3 Din A 4 Seiten lang über den 08/15 Bady Boy, sondern versucht das Buch kritisch zu betrachten.

Ich denke, dass diese kleine Zusammenfassung definitiv nicht Eure Orientierung bei der nächsten Klassenarbeit sein sollte. Tatsächlich handelt es sich mehr um eine subjektive Meinung, die sich mit der Zeit und vielen verschiedenen Diskussionsbeiträgen rund um das Thema gebildet hat. Natürlich werde ich auch nicht immer meinen eigenen Ansprüchen gerecht. Mir gehts mehr darum, es zu versuchen oder sich immer wieder Gedanken darüber zu machen, wie ich etwas besser machen kann.
Was gehört Eurer Meinung nach in eine gute Rezension? Vielleicht kennt Ihr auch Buchblogger, deren Rezensionen Ihr lest und total vertraut und die gute Beispiele für gute Rezensenten sind? Dann immer her damit!

Kolumne | 7 Gründe wieso ich online Bücher shoppe

 
Dieser Post ist inspiriert von diversen Rants der lieben Bou, die auf ihre Kritik über den schlechtenn Service einer Buchhandlungskette, ein paar sehr herablassende Kommentare bekommen hat und diversen Tweets+Pics die immer und immer wieder auf meinem Twitter Feed auftauchen und mich daran erinnern, was für ein schlechter Mensch ich doch bin, weil ich Bücher online bestelle. 

Rezension | Deep Blue von Jennifer Donnelly


Serafina ist eine 16-jährige Meerjungfrau und die Principessa eines großen Königreiches im Mittelmeer. Seit geraumer Zeit wird sie von seltsamen Träumen verfolgt, die sie dazu auffordern ihre 5 Mitstreiterinnen zu finden und die Unterwasserwelt vor einer großen Gefahr zu retten. Am Tag ihrer Verlobung und der Anerkennung ihrer Thronfolge geschieht das unerwartet: Eine Armee greift ihr Königreich an und Serafina muss gemeinsam mit ihrer besten Freundin fliehen. Sie versuchen Serafinas Träumen nachzugehen. 

Monatsrückblick | August 2015

gelesen:

| Unvermeidlich von Melanie Hinz   
| White Hot Kiss, Stone Cold Touch & Every Last Breath von Jennifer L. Armentrout  
| Uprooted von Naomi Novik  
| Bitterblue von Kristin Cashore
| Lieblingsmomente von Adriana Popescu
| Heir of Fire von Sarah J. Maas
| The Girl on the Train von Paula Hawkins    

gebloggt:

| Blogger für Flüchtlinge 
| Die Vor- und Nachteile von Rezensionen mit einem Stern