Rezension // For Darkness Shows the Stars von Diana Peterfreund


For Darkness Shows the Stars ist eine Adaption von Persuasion (dt. Überredung) von Jane Austen. Die Hauptstory ist in beiden Werken jene welche: Sie liebt ihn und er liebt sie. Er möchte mit ihr zusammen sein, doch sie sagt aus bestimmten Gründen nein. Ihre Wege trennen sich, jedoch treffen sie Jahre später wieder aufeinander. Die Story beider Bücher beginnt an diesem Punkt.

Persuasion goes Post-Apokalypse

For Darkness Shows the Stars ist eine Sci-Fi Adaption oder meiner Meinung nach, eher eine dystopische. Wir befinden uns in einer Welt nach der Reduction - einer Zeit in der die Gesellschaft gespalten wurde in Luddites und Reduced. Zweitere sind Menschen, die geistig zurückgeblieben sind und für die die Luddites zuständig sind. In diese zwei Klassengesellschaft wird plötzlich eine dritte Klasse herein geboren - ähnlich wie in Persuasion der sogenannte "Geldadel", hier die Posts, Kinder von Reduced Menschen, die jedoch alle ihre geistigen Fähigkeiten behalten haben. Ohne jetzt die ganze Welt erklären zu wollen, es gibt den gesellschaftlichen Konflikt ähnlich wie in Persuasion. Ich will hier For Darkness Shows the Stars jedoch nicht als Adaption analysieren, nicht erklären was gleich ist, sich ähnelt oder total verfehlt wurde, sondern es als eigenständiges Buch betrachten.

Lückenhafter Weltenbau

Ich fand die Welt ein wenig verwirrend. Es war für mich nie wirklich ersichtlich wie groß diese Welt ist. Es wird immer von zwei Inseln geredet und von dem großen Unglück, aber alles war so wischi-waschi. Ich hätte mir mehr Informationen über einfach alles gewünscht. Stattdessen wurde dieser Klassenkonflikt durchgekaut! Gerade auch, weil der Klassenkonflikt am Ende ja sowieso keine Rolle gespielt hat. Dabei war das für mich das kleinste Problem. Ich wollte mehr über das erfahren, was damals wirklich passiert ist, welche Religion sie angehören, was passiert, wenn man gegen das Protokoll verstößt, wie viele Menschen es auf den Inseln wirklich gibt. Auch kam mir das Ganze nicht gut recherchiert vor. In der fünften Klasse lernen wir alle, dass Felder Rotationsmäßig jedes Jahr mit anderen Sachen bepflanzt werden - hier dreht sich alles um Getreide. Es sind solche Dinge, die mich nerven und mich von der Hauptstory ablenken.

Die war eigentlich ganz gut. War ja schließlich eine Adaption von einem meiner Lieblingsklassikern.  Man erfährt dank Briefen mehr über die Kindheit von Elliot und Kai, ab und an wird ein Persuasion-Zitat reingeworfen. Es tut weh zu sehen, wie Elliot leidet, gerade auch, weil sie sich so aufopfert. Sie ist einer von diesen Charaktern, die nicht selbstsüchtig sind, nicht wagen zu nehmen was sie wollen und nicht glaubt, das Liebe alles schafft und dennoch belohnt wird. Ihre Liebe zu Kai ist in dem Sinne wunderbar, da sie nicht perfekt ist. Das es Gründe zum Konflikt geht, die schwer zu überkommen sind und da sie aufzeigt wie nah Liebe und Hass beineinander liegen können. Es ist realistisch. ... So realistisch ein Sci-Fi-Roman/eine Dystopie sein kann :P

Es ging nicht nur um eine süße Liebesgeschichte, sondern auch um Loyalität, Verzweiflung, Sehnsucht nach den Sternen und einfach mehr. Nur hätte ich mir eben mehr Informationen gewünscht.

Weitere Informationen zu For Darkness Shows the Stars von Diana Peterfreund

  • Peterfreund, Diana: For Darkness Shows the Stars. Balzer + Bray. 448 Seiten. Preis: 4,95€ (Kindle Version).
  • Auch als Taschenbuch und Gebundene Ausgabe erhältlich. 
  • For Darkness Shows the Stars ist ein Einzelband, dennoch hat Diana Peterfreund weitere Bücher, die im FDStS Universum spielen, geschrieben. Across A Star-Swept Sea ist eine Adaption von The Scarlet Pimpernel. Zudem gibt es zwei #[Punkt]5 Bücher: Among the Nameless Stars (#0.5) erzählt was geschah, als Kai die Farm verließ und The First Star to Fall (#1.5.), der Begleiter zu Across A Star-Swept Sea.
  • Hier geht es zu der Webseite von Diana Peterfreund.

Kommentare

  1. Schade, dass du mit der Weltgestaltung so zu kämpfen hattest. Ich fand es ganz gut dosiert, denn wenn mit zu vielen Details um sich geworfen wird, fällt es wieder schwer sich auf die Geschichte konzentrieren zu können. Im Hinblick darauf, wie es zu dem Unglück kam und vor allem mehr zu den "Reduced" gibt es in "Across A Star-Swept Sea" zu lesen. Mir hatte das Buch noch einmal deutlich besser gefallen, vielleicht ist dir ja danach, noch etwas mehr über die Welt usw. herauszufinden ;)

    Schöne nachvollziehbare Rezension!

    Liebe Grüße,
    Tina

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    1. Die Kritik darf man bei mir aber auch nicht zu ernst nehmen: Ich bin die erste, die bei Disneyfilmen alles in Frage stellt :D

      Ich denke, ich werfe den zweiten Teil einfach mal aus Spaß auf meine Wunschliste :)
      War heute echt erfreut zu sehen, dass du mich bei Goodreads geadded hast, weil ich deinen Blog schon seit ewig in meiner Bloglovin Liste hab :D

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    2. Ah schön ;D Ich frage mich gerade, weshalb ich deinen Blog erst so spät gesehen habe^^ Man schaut einfach doch zu sehr auf den bekannten Blogs herum und schaut weniger in die weite Welt hinaus. Freu mich auf jeden Fall mehr von dir zu lesen!

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