On the Road | Paris

Vor einigen Monaten wurde bei Libromanie.de einmal montags nach Orten gefragt, die man besucht hat, nur weil sie in einem Roman vorkommen, gefragt. Wie der Zufall es so will, habe ich ein paar Tage vor meinem Tagestrip nach Paris Stephanie Perkins Anna and the French Kiss (auf Deutsch: Herzklopfen auf Französisch, cjb Verlag) gelesen und ein paar der Orte, die im Roman eine große Reihe spielen, waren Stationen unserer Tour. Hauptsächlich ging es dabei um Notre-Dame, den Point Zero und den berühmten Buchladen Shakespeare and Company. Leider hab ich es nicht mehr geschafft durch das Latin Quarter zu streifen. Zu wenig Zeit und zu viel zu sehen.

I recognize it from photographs, of course. But if St.Étienne is a cathedral, then it is nothing, NOTHING compared to Notre-Dame. The building is like a great ship steaming downriver. Massive. Monstrous. Majestic.
Es war nicht das erste Mal, das ich vor Notre-Dame stand. Und nicht das erste Mal, das ich enttäuscht davon war. Kennt ihr das, wenn Gebäude als so großartig dargestellt werden, so fantastisch und ihr dann mit der Wirklichkeit konfrontiert werdet und sie dann nur so... naja sind? Im Vergleich zu all den anderen majestätischen Bauwerken, die es zu allen Seiten hinweg zu entdecken gibt, ist Notre-Dame schmächtig und übertrampelt mit Touristen.


Zur Verfügung gestellt von Charlie Phillips unter der CC-Lizenz bearbeitet.
I look down, and I'm surprised to find myself standing in the middle of a small stone circle. In the centre, directly between my feet, is a coppery-bronze octagon with a star. Words are engraved in the stone around it: POINT ZÈRO DES ROUTES DE FRAMCE. "Mademoiselle Oliphant. It translates to 'Point zero of the roads of France.' In others words, it's the point from which all other distances in France are measured." St. Clair clears his throat. "It's the beginning of everything."
Wie man meinem Notre-Dame Bild schon entnehmen kann, war es leider viel zu dunkel, als ich endlich davor stand (Verdammter Winter!!) und meine Bilder von dem Point Zero haben sich hinter her entweder als überbelichtet oder verwackelt herausgestellt. Schade drum. Dennoch war es magisch.


It starts drizzling, so we pop into a bookshop across from Notre-Dame. The yellow-and-green sign reads SHAKESPEARE AND COMPANY. Inside, we're struck by chaos. A horde of customers crowds the desk, and everywhere I turn there are books, books, and more books.
Shakespeare and Company ist ein schrulliger süßer Buchladen und tatsächlich, wo man hinsieht, alles ist voll mit Büchern. Dabei könnte man vom äußeren und inneren Erscheinungsbild darauf schließen, dass es sich um einen dieser elitären Buchläden handelt, voll von Second Hand Büchern, Gedichtbänden und Werken des besonders hohen Geschmacks. Tatsächlich war es die typische Auslage nur in einer einzigartigen Umgebung. Der Laden war eng und verwinkelt. Einfaches stöbern war nicht wirklich möglich, weil man sich gegenseitig ständig auf die Füße getreten ist und dennoch war es ein Erlebnis für sich. Und wenn nur für die beiden Studenten an der Kasse, die jegliches Klischee von einem Geisteswissenschaftler erfüllt haben. Natürlich ist auch ein Souvenir in Form eines Buches in meiner Tasche gelandet:

Rezension | Dreams of Gods and Monsters von Laini Taylor


In Dreams of Gods and Monsters von Laini Taylor spitzt sich der Konflikt zwischen den einzelnen Völkern auf Eretz zu. Akiva und Karou stehen vor der großen Herausforderung ihre Chimären und Engel miteinander zu versöhnen, den neuen Anführer der Engel, Jael, zu besiegen und zugleich ruht das Volk der Stelian nicht. Der Weg zum Happy End ist lang und hart und oft scheint das Ziel nicht erreichbar, weil so viele Faktoren unberechenbar sind.

Dreams of Gods and Monsters (im weiteren DoGaM) schließt leider nicht nahtlos an Days of Blood and Starlight an. Der zweite Band der Reihe endete damit, das Chimären und Engel letztendlich vereint, wenn auch nervös durch die Nähe zueinander, am Abend vor der großen Schlacht beim Feuer hocken. DoGaM rudert ein krasses Stück zurück und erzählt die Geschichte von dem Zeitpunkt an, indem Karou und Akiva von Zusana über die Engel Invasion gewarnt wurden.

Der Schreibstil der Autorin ist so wundervoll traumhaft, märchenhaft, fantastisch wie in den beiden Vorgängern. Die Geschichte ist einerseits vorhersehbar, andererseits gespickt von überraschenden Wendungen das man glaubt es könnte nicht langweilig werden. Leider führt aber gerade der detailreiche Stil dazu, dass man irgendwann die Puste verliert. Gerade wenn seitenweise ein einfacher Blickwechsel zwischen Karou und Akiva mit allen dazugehörigen Gefühlen beschrieben wird. Einerseits wirklich schön - beim ersten Mal. Danach wird es dann anstrengend.
Mein besonderes Highlight in DoGaM war die Einsortierung des Krieges zwischen Chimären und Engeln in ein viel größeres Schauspiel - und natürlich die Storyline von Eliza. Eliza ist ein unglaublicher Charakter, mit dem so viele verschiedene Konflikte angesprochen werden (von Rassismus, Seximus hin bis zum Irrsinn von religiösen Kulten) und das alles auf eine so kluge und einfühlsame Art. Dazu kommt, dass sie Zusana in ihrer Schlagfertigkeit in nichts nachsteht. Neben der Schreibweise sind wohl auch die Charaktere, der Grund wieso ich in diese Reihe so verliebt bin. Sie sind so komplex, kein vereinfachtes schwarz und weiß sondern kunterbunt.
Neben der Langatmigkeit verschiedener Momente wird in  DoGaM auf 600 Seiten nur das Geschehen von wenigen Tagen beschrieben, was nicht viel Platz wird für eine glaubenswerte Charakterentwicklung, siehe u.a. Liraz, und diese wirkt sehr übereilt. Auch die Geschichte um die Godstars war mir zu kurz gefasst und ich hätte gerne mehr darüber erfahren, woher die Chimären kommen. Die Herkunft der Engel, und ihre Aufteilung in zwei Arten, wurden dagegen ausgiebig erklärt.

Das Ende der Daughter of Smoke and Bones-Reihe war großartig, ein spannendes Auf und Ab und trotz einzelner Schwächen in der Erzählung, ein fantastischer Abschluss.

Gut zu wissen


Monatsrückblick | Oktober #14


The Silver Linings Playbook von Matthew Quick (Rezension    
Blue Lily, Lily Blue (The Raven Cycle #3) von Maggie Stiefvater (Rezension●     


| Throne of Glass (Throne of Glass #1) von Sarah J. Maas: Nach dem Lesen des ersten Bandes kann ich den Hype um die Serie wirklich verstehen. Ich bin richtig verliebt in Celaena als Hauptcharakterin. Sie ist unglaublich stark und dennoch merkt man ihr ihr Alter an. Sie ist ein Widerspruch zwischen Killerin und typischen Mädchen. Da kann man glatt über die paar Schwächen in der Handlung hinweg sehen.     
| We Were Liars von E. Lockhart: Ok, ich hab dieses Ende nicht erwartet. Ich war richtig geschockt und mitgenommen. Leider hab ich irgendwie überlesen, wie der Hauptcharakter auf den Namen ,Liars' für ihre Gruppe von Freunden gekommen ist? Eine tragisch schöne Geschichte, mit starker Gesellschaftskritik.      
| Rowdy (Marked Men #5) von Jay Crownover (Englische Rezension bei Goodreads    ○