Rezension | Gott bewahre von John Niven


Zum Inhalt von Gott bewahre

Kaum nimmt Gott sich eine kurze Auszeit um zu angeln, geht auf der Erde alles den Bach runter. Gott steht vor einer schweren Entscheidung, aufgeben und neu anfangen oder ganz old school die alte Nummer mit seinem Sohn noch mal durchziehen?

Meine Meinung zu Gott bewahre?

Ich mach es kurz und knapp: Der Humor war genau mein Geschmack, wenn auch einige Stellen sehr übertrieben waren (wie die Hölle oder Jesus kurzer Aufenthalt in der Inhaftierungszelle einer Polizeiwache). Niven zeichnet ein Bild vom Himmel, mit dem ich leben kann. Das es Gott nicht interessiert, das man an ihn glaubt oder nicht, ob man betet oder in die Kirche geht, solange man lieb ist. Er kritisiert die Doppelmoral des Christentums, besonders die des Amerikanischen und ich kann mir richtig vorstellen, wie das Buch dort drüben angekommen sein muss. Er spricht Dinge an, über die ich auch nur mit dem Kopf schüttle und als Gott und seine Leute über den Kreationismus lachten, saß ich mit ihnen am Tisch um habe mir eben so auf den Schnkel geklopft. Es ist besser über Schwachsinn zu lachen, als zu weinen.  Aktuelle Medienphänomene wurden ebenso absolut überspitzt und humorvoll dargestellt und perfekt für die Story genutzt. Diese war, wenn man nur ein bisschen Bibelfest ist, jedoch vorhersehbar. Was für mich jedoch nichts daran ändert, das ich Gänsehaut und Tränen in denn Augen hatte. Ich bin so froh das ich mir dieses Buch aus reiner Langeweile ausgeliehen habe. Manchmal lohnt es sich über den Tellerrand zu schauen. Mein besonderes Highlight? Der letzte Absatz:

Literatur. Das war schon eine verdammt feine Sache. 
Dafür war Er ihnen wirklich dankbar. 
(Gott bewahre, S. 400) 

John Niven: Gott bewahre (im Original: The Second Coming). Heyne Verlag. Deutsch:. 400 Seiten.  Preis: 19,90€ (Hardcover)/ 9,99€ (Taschenbuch).

Rezension |Eine wie Alaska von John Green

Zum Inhalt von Eine wie Alaska von John Green

Miles ist auf der Suche nach dem großen Vielleicht und wechselt dafür auf das Internat, das sein Vater schon besucht hat. Dort findet er endlich neue Freunde, zu denen sein Zimmernachbar der Colonel, der Japaner Takumi und auch das Mädchen seiner Träume, Alaska, gehören. Ihm steht eine unglaubliche Zeit bevor, bis ein Unglück geschieht.


Meine Meinung zu Eine wie Alaska?

So sehr ich TFIOS mochte, mit dem zweiten Buch das ich von John Green bisher gelesen habe kam ich nicht so klar. Die Story hatte ihre witzigen Aspekte, die Charaktere waren bunt und originell, und der große Wandel kam unerwartet. Von jetzt auf gleich wurde es ernst.
 
Andererseits konnte ich mit dieser erzwungenen Philosophierei nichts anfangen, sowie mit Miles seltsamer Beziehung zu seinen Eltern. Er wirkt distanziert, als wären seine Eltern Schauspieler in einem Theaterstück und für mich war er sehr passiv. Anstatt sich darum zu bemühen in seinem jetzigen Leben Freunde zu finden, auf Menschen zu zugehen, glaubt er das es reicht seine Umgebung zu verändern und alles ändert sich. Dabei bleibt er im Prinzip der gleiche Mensch und hat nur das Glück mit jemandem Aktives sich das Zimmer zu teilen. Mein persönlicher Held war dafür der Colonel. Er brillant in seinen Einfällen und hätte eigentlich der Hauptdarsteller sein sollen. Dennoch hat mich die Geschichte nicht umgehauen, die erzwungene Philosophie gestört und Alaska wollte ich teils einfach nur schlagen - Gott sei Dank ging es den Charakteren im Buch auch oft genug so.

Eine wie Alaska ist ein klassisches Jugendbuch, mit philosophischen Fragen nach dem Leben und Tod, einem klassischen von Eltern abgelegten Ort und bunten Charakteren. Toll für zwischendurch.

John Green: Eine wie Alaska (im Original: Looking for Alaska). Deutscher Taschenbuch Verlag. Deutsch:. 304 Seiten.  Preis: 8,95€ (Taschenbuch).

Aktion | Meine Goodreads Lesechallenge



Oder auch: Wie ich mich wie immer selbst unterschätzt habe!

Es ist jetzt der 5te September und bam! ich habe bereits 99 Bücher dieses Jahr gelesen, wobei es sich bei einigen um Novellas handelte, wofür andere Bücher wiederum, was die Seitenzahl angeht, das Ganze gerade rücken. Also alles in allem, entweder habe ich zu viel Zeit weswegen ich so schnell, auf diese Zahl gekommen bin, lese zu schnell, lese zu schlampig, oder ich lese, wenn ich eigentlich Besseres zu tun habe und was genau in meinem Alltag leidet unter meinem Hobby? Jedenfalls, die glückliche Nummer 99 ist: Eine wie Alaska von John Green. Schönerweise auch das erste Wanderbuch, das ich mit lesen durfte und morgen weiter sende. Fürs die nächste Lesechallenge werde ich definitiv meine Ziele höher stecken.



Monatsrückblick | August '14

| Wie Blut so rot von Marissa Meyer: Ich liebe Scarlet. Sie ist ein toller Charakter und allgemein mag ich den Twist der ganzen Rotkäppchen Story. Eine tolle Umsetzung wie immer, aber mich haben ein paar Lücken in der Storyline gestört.
| City of Ashes von Cassandra Clare: Neuer Versuch, neues Glück. Nachdem ich den Film gesehen habe, habe ich wirklich Lust bekommen der Serie noch mal eine Chance zu geben. Der zweite Teil war ganz okay, aber ein wenig störe ich mich an der deutschen Übersetzung.
| The Lost Hero von Rick Riordan (Rezension)
| The Son of Neptune von Rick Riordan (Rezension)
| The Mark of Athena von Rick Riordan (Rezension)
| The House of Hades von Rick Riordan: Super beeindruckender vierter Teil und nette Twists zwischen durch. Kann es kaum erwarten bis das große Finale endlich rauskommt!
| A Whole New Crowd von Tijan (Rezension)
| Cress von Marissa Meyer (Rezension)
| Epilogue (#3 The Dark Duet) von CJ Roberts (Rezension)