Rezension | A Whole New Crowd von Tijan

Zum Inhalt:

Taryn ist ein Waisenkind und nach einem Leben im amerikanischen System wird sie nun endlich adoptiert. Und nicht nur von irgendwen, sondern einer reichen Familie mit der eine neue Schule und ein ganz neues Leben auf sie zukommen. Doch ihre alte Welt, ihre alte "Familie" kann sie nicht einfach so hinter sich lassen und muss feststellen, das ihr neues Leben enger verbunden mit ihrem alten ist, als sie glaubt. 

Meine Meinung:

Ich weiß nicht, was dieses Mal los war, aber es hat einfach nicht gefunkt. Ich fand die Story doof, Tijans Schreibstil nervig und ich musste mich durchquälen um es noch zu beenden. Das künstliche Drama aus der Fallen Crest Serie funktioniert dort, weil High School Politik der Hauptfokus der ganzen Serie ist, hier ist es jedoch nur nervig. Es geht um Drogen, um ein Drogennetzwerk, den Drogenbaron, warum also diese ganze Hierarchie Geschichte? Die abwesenden Eltern, die so typisch für ihre Geschichten sind, funktionieren hier ebenfalls nicht. Taryn konnte ich noch nachvollziehen, irgendeinen Grund muss es ja geben, dass sie adoptiert wurde, aber Tray u.a.? Auch das sie kurz vor ihrem 18ten Geburtstag adoptiert wurde - wieso stellt Tayrn es nie in Frage? Mir kam das vom ersten Satz an einfach nur Spanisch vor. Ist es nicht bekannt, das jüngere Kinder einfacher zu vermitteln sind, als beinahe Volljährige? Und wieso, wenn sie ihre Eltern nie kennen gelernt hat, was mich annehmen lässt, das sie schon früh im System gelandet ist, ist sie nicht schon früher adoptiert worden? Einer von vielen Punkten die schlecht durchdacht wurden und für die Storyline zurecht gebogen wurden. Allgemein bin ich enttäuscht, das auch diese Heldin kaum etwas Neues an sich hat: Sie ist selbstgerecht, aggressiv, besserwisserisch und natürlich sind alle Mädchen schlecht und dumm und hinterhältig und sie ist die Einzige, die wirklich einen Überblick hat, die ein guter Freund ist, sich nicht verstellt blah blah blah. Das alles, verbunden mit der Tatsache, dass es wieder Mal so schwierig ist, hinter allem einen roten Faden zu finden, weil sie 1.000 Themen ankratzt und nur einen Bruchteil davon durchzieht... Dabei gab es den roten Faden. A Whole New Crowd ist ein Einzelband, mit einer richtigen Storyline, mit Hinweisen die hier und da fallen gelassen werden und zum großen Bäm am Ende führen. Es ist auf der einen Seite eines von Tijans besseren Werken, auf der anderen Seite reicht es langsam nicht mehr aus.