SuB | Uuuuh, endlich mal wieder Bücher zum anfassen

Neu eingezogen sind bei mir Cinder von Marissa Meyer, The Lost Hero von Rick Riordan und The Unbecoming of Mara Dyer von Michelle Hodkin. Alles drei Bücher die bei so Manchem wahrscheinlich schont seit langem auf dem Gelesen Stapel liegen und bei mir endlich von meiner Wunschliste in mein Regal gewandert sind. Hoffentlich dann bald auch auf meinem Gelesen Stapel. Wer hat sie schon durch und was mochtet ihr an welchem der Bücher ganz besonders?

Rezension | Nash von Jay Crownover


Inhaltsangabe:

Nash Donovan hat das Gefühl, als würde ihm die Welt unter den Füßen weggezogen werden. Am Ende des dritten Marked Man Buches macht er eine Entdeckung mit der er jetzt kämpfen hat - und mitten drin trifft er in der Notaufnahme eines Denver Krankenhauses auf Saint Ford, eine ehemalige Mitschülerin, die ihn scheinbar absolut nicht leiden kann. Dumm gelaufen für ihn, weil er sie definitiv anziehend findet und keine Ahnung hat warum. Und eigentlich hat er auch nicht die Zeit und die Kraft dem Ganzen nachzugehen, wenn sie nicht irgendetwas an sich hätte, das ihn anzieht....

Meine Meinung

In Nash habe ich endlich wieder das wiedergefunden, was mich bei Rule begeistert hat. Die Geschichte hatte definitiv mehr Tiefe und das Miteinander der Charaktere, wie auch die Storyline waren nachvollziehbar. Die Charaktere bekommen nicht nur Eigenschaften zugeschrieben, sie agieren auch dementsprechend. Es kann auch passieren, dass einem ein bestimmter Charakter deswegen besonders auf die Nerven geht. So war es zumindest bei mir mit Saint. Ich empfand ihren Selbstschutz nach einer gewissen Zeit als sehr egoistisch, verglichen mit Nashs Kummer. 
Das Ende, das Lösen ihres Konflikts ist umso besser und ich konnte mir ein paar Tränchen nicht verkneifen. Wenn man eine Reihe von Werken einer Autorin liest, merkt man leider aber nach einer gewissen Zeit auch, dass sich bestimmte Phrasen wiederholen. So auch hier, vor allen Dingen gerade in den Liebesszenen. Wenn man Sex nur einbaut, weil es neuerdings so mode ist und es sich besser verkauft, sollte man jedoch seine Storyidee überdenken. Dialoge sind top, Sex ist hier ein bisschen sehr der Flop. Auch ging mir die Beschreibung von den Mitmenschen auf die Nerven. Es wurden statt Namen oft Körpermerkmale wie Haar und Augenfarbe genannt. Langweilig und sehr repetitiv. Dann fand ich die vielen Zitate am Anfang stümperhaft, weil sie alle dasselbe ausgesagt haben und es so schien, als könnte sich die Autorin nicht entscheiden. Wegen der nötigen Vorgeschichte, die sich bereits in Rome abspielt, ist das Buch auch ein schlechtes Standalone.
Alles in allem klingt diese Rezension wie tausend Gründe wieso man Nash nicht lesen sollte, dabei ist der positive Teil mehr Wert als die vielen kleinen negativen Punkte.
Crownover, Jay: Nash (The Marked Mend #4)). 4,59€. Kindle Version.

SuB | Mein Angstbuch in blau


The Fault in Our Stars ist mein Angstbuch* gewesen. Ich wusste was mich erwarten würde, schließlich wurde überall davon berichtet, wie grausam traurig es ist. Ich hatte gehofft, dass mir statt einer bitter traurigen Geschichte mehr ein Erwartungen-Untertroffen-Szenario bevorsteht. Das ich dieses Buch zu lesen so hinter mich bringen würde, wie ein Pflaster abreißen. Pustekuchen! Wie herzzereißend ist dieses Buch bitte? Und zugleich noch so klug witzig, das ich John Green hasse und liebe zugleich. Ich will hier keine Rezension zu dem Buch schreiben, vor allen Dingen weil ich teils auch Schwierigkeiten mit dem Englisch hatte, und wenn ich etwas nur zu 98% richtig verstehe, sollte ich den Mund auch nicht aufreißen. Ich liebe und hasse dieses Buch. Es ist eine großartige Geschichte mit unglaublichen Ideen, aber diese Leseerfahrung hält mich davor zurück jemals wieder ein Buch über Krebs anzufassen. (Ähnlich wie Jodi Picoults Beim Leben meiner Schwester der Grund dafür ist, das ich nie wieder etwas von Jodiu Picoult lesen will. So gut, aber zu traurig... und eigentlich hätte dieses Buch mich schon davor bewahren sollen, The Fault in Our Stars zu lesen.)

*Ein Angstbuch ist ein Buch, was man unbedingt lesen möchte, aber aus Angst nicht tut, weil man sich vor den möglichen "Gefühlen" nach dem Lesen fürchtet.

Neuerescheinungen | Devour - eine Anthologie

Pünktlich zum Muttertag am Sonntag schien eine Anthologie von mehr oder weniger berühmten Autoren bei Amazon. Es handelt sich dabei um 8 Bücher, die bereits veröffentlicht wurden und die jetzt zusammen für 0.89€ erhältlich sind. Die Anthologie ist noch bis zum 25.05. erhältlich und alle Einnahmen gehen an die amerikanische firstcandle Striftung.

  • Very Bad Things von Ilsa Madden Mills (Goodreads)
  • Shattered Ties von K. A. Robinson (Goodreads)
  • Love in Between von Sandi Lynn (Goodreads)

Rezension | Breakable von Tammara Webber

Inhaltsangabe:

Landon Lucas Maxfield teilt sein Leben in 'bevor' und 'nachher' ein. Bevor, als seine Welt heil, sein Vater glücklich, seine Mutter am Leben war und er einer strahlenden Zukunft entgegensah. Und nachher, als alles zusammenbricht und da nur noch das ständige Schuldgefühl ist. In Breakable erzählt er seine Geschichte, aufgeteilt in sein Leben als er von allen Landon genannt wurde und sich selber in Lucas unbenannt hat. Breakable erzählt zudem die Geschichte von Lucas und Jacqueline aus seiner Sicht.

Meine Meinung zu Breakable von Tammara Webber?

Wenn ich in der Inhaltsangabe schreibe "aus seiner Sicht" heißt dies nicht, das uns hier Easy 1:1 dialogtechnisch mit ein paar hübschen Gedanken von Lucas, die wir im Prinzip alle schon kennen, noch einmal vorgekaut wird.
Stattdessen schlägt Frau Webber ganz andere, düsterere Töne an. Sie beginnt die Geschichte des männlichen Helden aus zwei Sichten zu erzählen: Landons und Lucas. Eigentlich ein und dieselbe Person, aber sie startet an zwei verschiedenen Punkten: Als Landon seine Mutter verliert und seine Welt zusammenbricht und als Lucas Jacqueline das erste Mal bemerkt und zu heilen beginnt. 
Jedes Kapitel ist in eine Story von Landons Kindheit und Lucas Collegeleben aufgeteilt. Webber geht dabei mehr oder weniger chronologisch vor und es ist offensichtlich, das gerade die Landon Story die wichtigere ist und die Lucas Storyline mehr der Lockvogel für die Leser zu sein scheint. Nicht das hier alle Szenen aus Easy wiederholt werden. Mehr, das Frau Webber versucht die Lücken zu füllen, die Jacqueline ausgelassen hat und von denen sie gar nicht wissen konnte. Wie er auf sie aufmerksam wurde, vernarrt, seine Gedanken und Gefühle, was er sich bei dem Ganzen hin und her denkt. Der Leser erfährt die Absolution, die Jacuqeline ihm am Ende von Easy erteilt, aus Lucas Sicht weswegen sie an Kraft verliert und nicht wirklich so stark hervortritt. Dennoch war seine Sicht auf die Ereignisse, plus viele Zusatzszenen, wie das danach nach Bucks letztem Angriff und das erste Treffen zwischen ihr und Lucas Vater, schön zu lesen. 
Mein Minuspunkt jedoch ist das Lucas bereits in Easy ein viel tiefgründigerer Charakter war als Jacqueline und auch hier sie kaum durch Sprache und Aktion hervorgestochen hat, sondern durch das was Lucas über sie denkt, wie er ihre kleinen Handlungen interpretiert und sie beschreibt, charakterisiert wird. Alles subjektiv aus seiner Sicht und erneut hab ich nicht das Gefühl, das ich sie mir besonders gut vorstellen kann. Ihn umso mehr, mit seinen Tattoos und Piercings. Ich hätte mir gewünscht, das auch Jacqueline ein wenig genauer beleuchtet worden wäre. 

Breakable ist kein lahmes Seine-Sicht-Buch, das halbherzig versucht die Originalstory mit noch mehr Sex aufzupeppen, sondern eine tolle, tiefgründigere Geschichte, die zeigt wie ein einziges Ereignis das ganze Leben verändern kann. Breakable darf sich mit besten Gewissen einen zweiten Teil schimpfen!
Webber, Tammara: Breakable (Contours of the Heart #2). 4,49€. Kindle Version.

Reihenzugehörigkeit?

Easy/ Einach Liebe (Countours of the Heart #1) | Breakable (Countours of the Heart #2)

Rezension | Still Life with Strings von L. H. Cosway

Inhaltsangabe:

In den Straßen von Dublin treffen sich Jade und Shane das erste Mal. Sie verdient sich ein wenig zusätzliches Geld als lebendige Statue, er ist der neue Violinist des Musikhauses, in dem Jade normalerweise arbeitet. Sie lernen sich kennen und müssen erkennen, dass ihre Begegnung vom Schicksal durchtränkt ist.

Meine Meinung:

Ich mochte die Story wirklich sehr. Jade und ihre große Klappe, ihre unkonventionelle Lebensweise, ihr ganzes Drama und die Freude am Leben die sie trotz ihrer Vergangenheit hat. Und Shane, der eine unglaubliche Geschichte hat (Zeugung einschließlich). Die Charaktere sind schön rund, vielleicht gibt es auch ein bisschen zu viel Drama an manchen Ecken und Kanten und vielleicht ist es für manchen Geschmack hinter her viel zu sehr GLÜCK FÜR ALLE, aber ich mochte die Story vor allen Dingen wegen Jade. Wegen ihrer Sicht auf das Leben und wegen ihrer Schlagfertigkeit. Mein kleiner Minuspunkt: Der Sex. Er war 08/15mäßig beschrieben und hat dafür einfach viel zu viel Platz in der Story eingenommen. Ich weiß gar nicht, wieso alle neuerdings meinen dass Sexszenen ein Verkaufsargument sind, weil diese Story es auch ganz gut ohne geschafft hätte.
Still Life with Strings ist eine süße Liebesgeschichte, die zwar einem altem Schema folgt (reicher Kerl mit einer dunklen Note - jüngere, ärmere Hauptprotagonistin), aber mit einer anderen Note, die die Story tatsächlich lesenswert macht. 
Cosway, L. H.: Still Life with Strings. 2,49€. Kindle Version.