ebooks | Kurzrezensionen

Die letzte Minireview enthält Spoiler, also wer das Buch noch lesen will, bitte überspringen!

Lucky Number Four von Amanda Jason (abgebrochen)

Pandora muss ausziehen, denn ihre zweite besten Freunde, mit denen sie zusammen lebt, sind frisch verheiratet und ihre ehelichen Aktivitäten rauben ihr den Schlaf. Sie geht auf Wohnungssuche und direkt beim ersten Apartment dass sie besucht trifft sie auf die drei männlichen Models - Drew, Colin und Liam. Die drei sind davon überzeugt ihre neue Mitbewohnerin - Lucky Number Four - gefunden zu haben.

Ich hab nach 20% aufgegeben dieses Buch zu lesen. Die ersten paar Seiten schienen so vielversprechend, bis Pandora das Apartment besucht und danach ging es bergab. Die Schreibe ist interessant und lustig, die Story dagegen ist sooooo~o schlecht. Die Kerle tauchen überall auf, wo sie sich aufhält, sie wird im Prinzip nur herum geschupst und scheint  zwar eine eigene Meinung zu haben, bekommt aber kaum den Mund auf. Die Jungs sind nichts sagende hübsche Hüllen und man erkennt kaum Charakter - außer Drew, der ab und an mal was sagt. Das Schlimmste ist das Ende des Kapitels, wenn in fetter Schrift einer der Jungs, keine Ahnung wer es sein soll, darüber redet, wie sehr er Pandora braucht. Würg.

Jaded von Tijan

Jaded erzählt die Story von Sheldon, Bryce und Corrigan, aus Sheldons Sicht. Sheldon ist ein Kind reicher Eltern und wird offensichtlich von ihnen vernachlässigt. Sie glänzen 90% des Buches durch Abwesenheit. Aber Sheldon ist nicht ganz allein, denn da sind ihre besten Freunde, vor allen Dingen Bryce. Die beiden schlafen miteinander, natürlich alles ganz unverbindlich. So will es Sheldon, die mit dem ganzen emotionalen Kram nicht klar kommt, bis sie langsam auftaut. Es hilft natürlich auch, dass ihr Stalker ,der durch die Stadt rennt und Mädchen umbringt, sie unter so viel Stress setzt, dass sie sich öffnen muss. 

Jaded war ein typisches Tijan Buch mit Jugendlichen, abwesenden Eltern, Erwachsenen denen allgemein nicht getraut werden kann und einem Mädchen im Zentrum, dass die ganzen Schleimer und Poser nicht erträgt und einfach nur versucht durch den Tag zu kommen. Sheldon war nicht so liebenswert wie Sam in Fallen Crest High, aber sie war hardcore und die Story war grandios trotz dieses Stalker Twist. Auch ist, wieder Mal typisch für Tijan, die Story ein einziges hin und her hetzen zwischen einzelnen Szenen und vielen kleinen Storysträngen, die manchmal so belanglos wirken. Und sie hat es tatsächlich geschafft mich am Ende zu verwirren, mit der Identität des Stalkers. 

The Goddess Test von Aimée Carter

Kate's Mutter hat Krebs und liegt im Sterben - und sie will gegen Ende nichts anderes, als ihre Heimat, das Städtchen Eden, noch ein Mal sehen. Also packen Sie und Kate ihre Sachen und ziehen in die Kleinstadt. Dort trifft Kate auf Henry - auch Hades genannt - der ihr ein Angebot macht: Sie bekommt Zeit mit ihrer Mutter, dafür muss sie jedes Jahr sechs Monate auf seinem Anwesend verbringen. 

Ich mag es, wenn römische und griechische Mythologie in Stories mit eingearbeitet wird und hab mich umso mehr auf dieses Buch gefreut. Es war gut zu lesen, die Situation mit der sterbenden Mutter war für mich nachfühlbar dargestellt und auch ihre Annäherung an Henry, aber hinter her waren so viele Fragen für mich offen: Wie kann jemand, der eigentlich als so willensstark wie Kate und mit so viel Pfeffer im Arsch dargestellt wird, nicht ein klein bisschen böse sein, weil sie offensichtlich geboren wurde um seine Braut zu sein, wieso stellt sie die vier Jahre, die sie damit verbracht hat für ihre Mutter da zu sein, nicht in Frage, wieso hinterfragt sie das Ganze am Ende nicht mehr? Ich meine: Sie wurde im Prinzip mit dem Zeitpunkt ihrer Geburt darauf getrimmt, seine Braut zu sein und auch wenn sie die ganze Zeit davon reden, dass Kate eine Wahl hat, wo ist die Wahl, wenn man vier Jahre lang das Gefühl hat, dass die eigene Welt untergeht wenn die eigene Mutter stirbt und dann tut sie es und Kate war so verloren. Kein Wunder dass sie sich an dem erstbesten festklammert das sie kennt... ich konnte ihre Handlungsgründe absolut nicht nachvollziehen und dieses Ende, in dem alles unreflektiert hinnimmt mit der einfachen Aussage "Ich liebe ihn", ist für mich nicht befriedigend genug. Nicht wenn Kate am Anfang so klug dargestellt wird. Sie lässt sich manipulieren und akzeptiert es einfach. 

Aktion | Let's Read it in English

Auch ich werde dieses Jahr bei der Let's Read it in Englisch Challenge von Books & Senses mitmachen. Ich habe schon ein mal 2011 daran teilgenommen, aber kläglich versagt. Umso mehr freue ich mich darauf, einen neuen Versuch zu wagen. Ich hoffe gerade nur dass ich den Überblick nicht verliere, vor allen Dingen, weil zu jedem gelesenen Buch eine Rezension geschrieben werden soll. Mal sehen mal sehen ;)

Kolumne | Heldinnen Bashing

Ich bin über diesen Tweet von Maggie Stiefvater bei Tumblr gestolpert und hängen geblieben, weil es mich stutzig machte. Werden Protagonistinnen von den Leser wirklich heftiger als ihr männlicher Gegenpart kritisiert?  Ich meine, ich gehe davon aus dass Maggie Stiefvater hier über ihre eigene Leserschaft redet, vielleicht Rezensionen zu ihren Büchern gelesen oder Fanmail erhalten hat und sich im Allgemeinen dieser Eindruck herauskristallisierte. Ihre Bücher sind Jugendbücher voller Fantastik und Romantik - die offensichtlich eine bestimmte Zielgruppe haben: Mädchen, junge Frauen, das weibliche Geschlecht jeden Alters. Ich bin Teil dieser Zielgruppe, also werfe ich einen Blick auf meine Reaktion beim Lesen zurück: 

Gehe ich härter mit weiblichen Hauptcharakteren um? 

Ich meine, ich suche mir bewusst Bücher mit weiblichen Hauptcharakter aus, weil ich weiß dass ich ein wenig Herzschmerz zu einem großartigen Abenteuer bekomme. Außerdem kann ich mehr mit ihnen anfangen, fühle mich verbundener, als mit einem Jungen ... von wegen gleiches Geschlecht und so. Und dann natürlich der männliche Gegenpart, der zweite Teil des Liebespaar. Wenn ich zurückblicke glaube ich dass ich oft sehr nachsichtig bin, selbst wenn er ein absolutes Arschloch ist. Ich habe letzte Woche eine Review zu D.U.F.F. von Kody Keplinger gelesen in der Wesley total zerrissen wurde und habe darauf ein paar Stellen nachgelesen. Ja, er ist ein totales Arschloch und lässt ziemlich grausame Aussagen vom Stapel und trotzdem verzeihe ich ihm vieles wegen seiner guten Momente. Das ist wohl allgemein mein Kriterium für den männlichen Protagonisten: Er kann ein totaler Arsch sein, solang er einen weichen Kern hat. Oder, im Fall von Mason (Fallen Crest High), solang nur die Heldin (und sein Bruder) seine Schwachstelle ist. Aber das ist der männliche Part und eigentlich ging es mir doch um SIE!

Was wir an der Heldin kritisieren:

Durch rumklicken bin ich auf einen anderen von Stiefvaters Tweets gestoßen, in dem sie auf den Blog von Steph (S. E. Sinkhorn) verweist, die in einem unterhaltsamen Post tolle Tipps gibt, für das Schreiben einer perfekten Heldin, so dass man nicht eine Mary Sue kreiert. Es sind insgesamt 25 Punkte und sie könnten teilweise widersprüchlicher nicht sein. Wer sich den Post ein Mal durchliest weiß was ich meine und hat sich vielleicht auch dabei ertappt an jeder Protagonistin dass zu kritisieren, was er an dem Buch zu vor noch gelobt habt.

Ich zum Beispiel: Bei Beautiful Disaster ging es mir tierisch auf die Nerven, dass Abbie so tussig war und dauernd zum Mani Pedi gerannt ist, während es mir in Fallen Crest High nicht gefällt dass Sam scheinbar gar nicht auf sich achtet und dauernd vom Joggen in Schweiß gebadet ist. In Rush Me ist Rachael zu feministisch was sie nur noch als Zicke rüberkommen lässt, weil sie scheinbar blind auf Prinzipien herumpocht, während Ana in Fifty Shades definitiv Rückrat fehlt. Ich meine nicht im letzten Teil, aber sie hätte sich viel öfter gegen Christian durchsetzen müssen. Nur weil er einen Therapeuten für seine Problemchen braucht, heißt es schließlich nicht, dass sie für ihn aus Liebe auf ihre Freiheit verzichten muss. Dabei ist mir Blue bei The Raven Cycle zu weinerlich und dramatisch wegen dieser Kuss-Sache, obwohl ich Adam als interessanten Charakter abstempel, obwohl er - seien wir mal ehrlich - ein egoistisches Arschloch ist und gerade Gansey im Prinzip dauernd das Herz bricht. Am aller schlimmsten ist, wenn die Heldin dauernd weint, obwohl ich es auch oft genug tue ohne das gerade irgendetwas Weltbewegendes passiert. Nach meiner Logik darf ich weinen wann immer ich möchte, sie sinkt aber sofort in meiner Achtung. Ja, rückblickend: Ich werte wirklich so hart.

Die Mädels müssen für mich einen perfekten Mix treffen. Perfekt bedeutet: Auf ihr Äußeres achten aber nicht zu sehr, sich nicht rumschupsen und retten lassen, witzig und klug sein, aber nicht übermäßig zickig. Sie sollen definitiv keine Jungfrau sein, aber vielleicht doch nicht zu viele Kerle hinter sich haben, dass ich noch die besondere Bindung zu DEM einen nachvollziehen kann. Ich will eine starke Frau und da hört es mit der Gleichberechtigung bei mir dann auch auf, denn ich habe noch nie von einem Mann erwartet, dass er als starker Mann dargestellt wird. Oft ist das stark impliziert durch sein Geschlecht und oft wird über die Tiefe seines Charakters diskutiert, die Vielseitigkeit, wie interessant er doch ist, während sie nur von Interesse ist, wenn sie vorne in der ersten Reihe mit den Männern wie ein "Mann" kämpft und ein "starker" weiblicher Charakter ist.

>Screw writing "strong" women<

Am interessantesten zu der ganzen Thematik ist für mich unter anderem ein Beitrag von von Lori bei Tumblr. Sie wird dort von einem Fan über das Schreiben von starken Frauen befragt und antwortet mit einem unglaublichen Beitrag, von dem ein bestimmter Auszug sich in vielen Memes wiederfindet (z.B. zu Glee, Once Upon a Time). Wirklich lesenswert. 

SuB | Ich liebe Weihnachten!!

Neben unglaublich tollen Geschenken, viel Süßkram und weise gewählten Gutscheinen, sind auch Bücher dieses Jahr für mich unterm Weihnachtsbaum gelandet. Und dass das erste Mal seit Jahren. Das letzte Buch, an dass ich mich erinnern kann, war Tintentod. Also lang ist's her. 
Von unten nach oben: Was man hier nicht erkennt, der Nähmaschinenführerschein von Eva Schneider, welchen ich in der Hoffnung erhalten habe, endlich meine Nähmaschine zu verstehen. The Fault in Our Stars von John Green und The Perks of Being a Wallflower von Stephen Chbosky. Um das Buch von John Green tanze ich schon seit Wochen herum. Es muss so unglaublich gut sein, wird auch gerade verfilmt, aber ich habe so Angst davor, dass ich hinter her ein emotionales Wrack sein werde. Anders als bei The Perks of Being a Wallflower. Ich kenne bisher nur den Buchrücken und eher wenige Ausschnitte aus dem Film und gehe blind an die ganze Sache ran. 

Dann habe ich meine Gutscheine dafür genutzt meinen Wunschzettel zu verkleinern und prompt sind Divergent von Veronica Roth und den zweiten Teil von Laini Taylors Serie Days of Blood and Starlight bei mir eingetrudelt. Ich habe mich in diese Bücher auf den ersten Blick verliebt. Sie sind dick und bunt und wie jedes neue Buch, riechen sie fantastisch. Bei so vielen unglaublichen Büchern fühle ich mich wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Ich bin in Schockstarre, gelähmt weil ich mich nicht entscheiden kann. Ein ähnliches Gefühl überkommt mich auch immer beim Hausarbeiten schreiben in letzter Minute.  Da hilft es nur mein Noch zu lesen Glas zu konsultieren. 

Aktionen 2014

Ich habe die letzte Woche nach tollen Aktionen für 2014 gesucht. 2014, das klingt schon so gut, rollt richtig locker von der Zunge und ich bin voller Vorsätze für das kommende Jahr. Ich hoffe ihr seid alle gut rein gerutscht. In diesem Sinne: 

ICH WÜNSCHE EUCH EIN FROHES NEUES JAHR! 


Worauf ich jetzt aber eigentlich hinaus will: Tolle Aktionen für 2014! 

Dabei bin ich über die Kommentar-Challenge von Bou gestoßen. Die ganze Challenge ist recht simpel, denn eigentlich geht es darum in der Blogosphäre ein bisschen aktiver zu werden und mehr zu kommentieren. Und wer am meisten in 2014 kommentiert hat, gewinnt. Und aktiver zu werden nehme ich mir schon seit Wochen vor. Noch süßer ist es, wenn es an eine Challenge gebunden ist. Und ich verliere so ungern. Ich zähle meine Kommentare mit der kostenlosen Strichlisten App, weil ich mein Handy als einzigen Gegenstand wirklich immer dabei habe. Das Ganze halte ich dann auf meiner bald neu rechts im Menü erscheinenden Aktionen Seite fest.

Dann mache ich bei der Aktion Mein Buch - Deine Wahl von Laura mit, die mich jetzt schon zum Grübeln bringt. Was wähl ich nur?!

Und das erste Mal traue ich mich auch an die Reading Challenge von Goodreads. Ich habe mir 99 Bücher als Ziel gesetzt, weil ich die Zahl schöner als 100 finde und dennoch realistisch. Im Moment bin ich mir aber wieder etwas unsicher ob ich sie nicht zu niedrig angesetzt habe. Da ich das letzte Jahr versäumt habe eine Statistik zu führen, fällt es mir Recht schwer einzuschätzen wie viel ich wirklich lese.