Rezension // Fallen Crest Family von Tijan

Inhalt:

Fallen Crest High endete damit, dass nach allen kleinen Society/Cliquen/Familienkämpfen, nach all den ganzen Momenten der Wahrheiten und der Ansagen und dem großen Gegenüber der ganzen Eltern, Sam und Mason sich ihre große Liebe füreinander erklärt haben und zwischen den Brüdern auch soweit alles in Ordnung ist. 
Fallen Crest Family setzt zwei Monate später an. Mason und Sam sind immer noch zusammen und wären es auch glücklich, wenn da nicht ihre Eltern, und vor allen Dingen Sams Mutter Analise wären, der es gar nicht gefällt das ihre Tochter mit ihrem zukünftigen Stiefbruder intim ist. Sie macht den beiden das Leben zur Hölle und droht den mit unglaublichen Konsequenzen sollten sie nicht die Finger voneinander lassen. Dabei sind es nicht nur die Drohungen ihrer Mutter, sondern auch bestimmte Geschehnisse in der Vergangenheit, die Sam zu schaffen machen.

Meine Meinung: 

Ich mochte Fallen Crest High wirklich gerne, obwohl Tijans Stil zeitweise ein bisschen abgehackt ist und sie manchmal Schritte zwischen den Geschehnissen vergisst (oder einfach nur Absätze) oder zu Übertreibungen neigt (wie dem Joggen von Sam oder Sam und Masons Liebesleben - im Prinzip: Jedes Mal wenn es um Ausdauer geht). Andererseits mochte ich schon immer ihr Auge für Cliquendynamik. Dieses Mal jedoch ging es mehr um den Sex von Mason und Sam oder Sams neue Arbeit oder ihre Unfähigkeit mit gewissen Dingen umzugehen. Ich habe Fallen Crest Family verschlungen und obwohl es gut zu lesen war, fand ich doch, dass es in vielen Punkten nicht mit dem Vorgänger mithalten konnte. Sam war mir zum einen zu passiv. Ich habe ihre direkte Art in Fallen Crest High geliebt, hatte aber das Gefühl dass sie hier Mason viel zu oft ihre Kämpfe kämpfen lässt, während sie sich wie ein Äffchen um seinen Hals hängt. Sie wirkt mehr wie die Puppe an Masons Arm, während dieser mit Nate fröhlich Pläne für irgendetwas schmiedet. Auch die Sex Szenen sind nicht gerade Tijans Stärke. Sie benutzt viel zu oft die gleichen Worte, die gleichen Phrasen. Es ist nicht wirklich interessant. Dann wirkt auch die Geschichte mit ihrer Mutter so dahergeschustert. Das Anelise einen Knall hat, wurde schon im ersten Buch offensichtlich, aber wie krass der ist, und wie gewalttätig Sams Kindheit war, hätte anders eingebaut werden können, wenn davor im ersten Teil kaum die Rede war (außer der zwei Ohrfeigen).
Dafür wurde ein toller neuer (Lieblings-) Charakter eingeführt: Heather mit der großen Klappe. Und die Geschichte mit der Roussou Schule wurde endlich erklärt, wenn auch nicht ganz ausgefochten. Es ist ein krasses Brückenbuch, während gewisse Konflikte, die schon im ersten Buch gelöst schienen, geklärt werden, werden andere ausgebaut aber nicht beendet. Auch bin ich ganz verwundert das von den Handlungen und Ideen aus den bereits auf ihrem Blog veröffentlichten Kapiteln, kaum was wieder zu finden ist. Teilweise mochte ich den ersten Draft sogar lieber, weil dort eine tatsächliche Steigerung der Schreibe von Tijan zu erkennen war. Ich bin gespannt auf Fallen Crest Public und Sams Zeit in der neuen Schule, sowie auf einen möglichen Blick in die Zukunft der beiden Liebenden.