On the Road // London und Oxford mit einem Studentenbudget #1


Ich fahre gerne weg, ich sehe gerne viel und ich bin eines von diesen Mädchen, die sich völlig dabei verausgaben müssen - und von einem Urlaub noch kaputter zurückkommen, als auf dem Hinweg. Dabei stellt sich das Problem: Wie das alles mit einem Studentenbudget? Man muss Eintrittsgelder bezahlen, man will sich ein paar kleine Souvenirs kaufen und auch mal abends weggehen – und dann nicht sein ganzes Erspartes für Flug, andere Logistik und das Hostel ausgeben. Also ein paar Möglichkeiten dem Ganzen entgegen zu kommen?! Dabei ist mein neuestes Lieblingsreiseziel Großbritannien und die Ziele meines letzten Urlaubes und der Hauptfokus dieser Reihe: London und Oxford.

Die Logistik:

Wenn man nicht so gerne spontan ist (wie ich), sondern eine Reise gerne von Anfang an in festen Tüchern haben möchte, um sich auf den Spaß hinter her konzentrieren zu können, sollte ziemlich früh buchen um billig übers Wasser zu kommen. (Alternative für Spontane: Last Minute und Backpack) 
Aus NRW ist die Verbindung Düsseldorf Airport – Gaetwick Airport interessant. Aber auch andere Abflug-Ankunfts-Flughäfen sind möglich. Das ist das schöne an London. Es ist umrundet von Flughäfen mit direkten Verbindungen in die Stadt. Diese Verbindungen sind oft sehr billig. Für die 2-stündige Fahrt von Gaetwick nach London rein, haben wir 7 Pfund bezahlt. Schnellere Möglichkeiten kosten mehr. Hier muss man sich bewusst sein, was wichtiger ist: Geld oder Zeit?
Die Fahrten vom Flughafen in die Stadt und zurück, oder der Transfer von Stadt zu Stadt, ist online mit Hilfe einer Kreditkarte buchbar, über den Bahnverkehr oder Nationalexpress. Immer schön vergleichen, was wann günstiger ist.

Das Hostel:

Hier muss man sich fragen: auf wie viel Komfort kann man verzichten? Und wie zentral möchte man wirklich leben? Ich habe bereits in einem 8-Bett-Zimmer nur für Frauen oder 17-Bett-Zimmer, gemischt, geschlafen. Wenn man sowieso mehr erleben will, als alles andere und eigentlich nur ein Bett zum schlafen und einen Ort für die Ablage des Koffers braucht, dann sind billige Hostel mit offenen Schlafzimmern und viel Durchgangsverkehr super geeignet. Es gibt dort viele Möglichkeiten seine Wertsachen bei Abwesenheit zu verschließen. Nachteil: Es ist nicht privat. Man ist dauernd von Fremden umgeben, die ein ganz anderes Verständnis von Höflichkeit, Hygiene oder Schlafenszeiten haben. Furchtbar, wenn jemand bis zwei Uhr nachts meint telefonieren zu müssen, während man eigentlich nur schlafen möchte um ausgeruht für den nächsten Tag zu sein. Man muss versuchen es durch die rosa rote Brille zu sehen.
Genauso scheiße kann es aber auch laufen, wenn man ein privates Zimmer hat, und im Nebenzimmer feiern Schüler eine riesen Party. Es kann immer so und so laufen und Fakt ist: Je weniger Komfort, desto billiger.
Ich liebe Hostels, weil sie meist Küchen haben und man in einem der vielen Supermärkte sich schnell irgendetwas für die Mikrowelle kaufen kann und so bei den Ausgaben spart. Großbritannien kam mir schon während meines Auslandssemesters vor wie ein Land voll von faulen Fertigmenü Essern. Auf so einem Trip ist das nur von Vorteil, denn man will wirklich, wirklich, wirklich nicht in einer Hostel Küche kochen. Zu viel Arbeit, wenn der persönliche Hygiene Standard viel zu hoch ist (und für spülen hätte ich nicht in den Urlaub fahren müssen). Aber die Mikrowelle, ja, die Mikrowelle wird zum besten Freund.
Buchbar ist viel über Hostelworld.com. Dort sind private Bewertungen auffindbar, sowie eine Liste der möglich buchbaren Zimmer, was in den Hostels zu finden ist etc. Wieder ist eine Kreditkarte von Nöten, um zumindest eine Vorauszahlung zu leisten.
Allgemein ist eine Kreditkarte der beste Freund jedes Backpackers. Gut für den Notfall und international einsetzbar. 

Rezension // REAL von Katy Evans

Rezension zu Real von Katy Evans

Zum Inhalt:

Kurz: Es geht um Remington und Brooke. Remington verdient sein Brot mit Kämpfen und bei einem dieser Turniere trifft er auf Brooke, ehemalige Läuferin, jetzt ausgebildet in Sport-Reha. Sie treffen sich auf einem von Remington’s Wettkämpfen, zu dem Brooke von ihrer besten Freundin geschleppt wird. Im Prinzip: Liebe auf den Blick.

Meine Meinung:

Ich schreibe Liebe auf den ersten Blick, weil ich denke dass dies zumindest die Intention der Autorin war, wenn auch sehr verkappt dargestellt. Remington ist gut porträtiert, sein Verhalten scheint Hand in Hand zu gehen, mit den psychischen Problemen, welche die Autorin ihm angedichtet hat und seine Löwenhaftigkeit ist süß. Einer von diesen Höhlenmensch-Charakteren, in die man sich noch verlieben könnte. Brooke hingegen geht schnell auf die Nerven. Sie ist im Prinzip dauerfeucht und will ihn eigentlich nur bespringen. Professionalität, da sie für ihn arbeitet, ist schnell in den Wind geschossen und alles, was am Anfang sympathisch an ihr war, ist schnell vergessen, weil sie zu diesem supergeilen, supernervigen Groupie mutiert , der nur daran denken kann es endlich zu tun. 

Kein neues Konzept und Katy Evans hat auch ne nette Schreibe und definitiv keine Angst davor auch mal ein bisschen dreckiges Vokabular in die Tasten zu hauen. Dann aber wiederholt sie sich nur, in dem sie Brooke Remingtons Körper immer und immer und immer wieder beschreiben lässt. Selbst wenn sie Remington nicht anstarrt. Nervig. Es gibt Handlung, sogar interessante, aber die geht in ihrem Geschwärme verloren. Selbst ihre Schwester Nora, ein Punkt der hätte interessant sein können, tritt in Vergessenheit sobald Remington sein T-Shirt fallen lässt. Gewisse Punkte - wie das Comeback ihrer Schwester, wie Remington’s Krankenhausaufenthalt, wie die Wochen in denen sie getrennt voneinander waren - hätten so gut ausgeschmückt werden können und der Story mehr Tiefe zu geben, aber da war rein gar nichts. Selbst das Ende hat enttäuscht, als Remington endlich die Story kurz aus seiner Sicht zusammengefasst hat. Was mich wohl am meisten wurmt: Brooke spielt das arme Opfer, leidet weil Remington ausrastet, obwohl sie jegliches Recht dazu hätte pissig zu werden. Stattdessen springen alle um ihn herum, als wäre er ein rohes Ei. Seine Geste sollte vielleicht romantisch sein, war es aber nicht, weil nur er und seine Wunden und Er! Er! Er! beschrieben wurde.

Es ließ sich schnell lesen, wegen guter Schreibe, aber auch wegen diverser Absätze, die ich übersprungen habe, weil mich gewisse Dinge nicht (mehr) interessiert haben. Alles in allem eines der schlechteren Ebooks der letzten zwei Jahre.

Wissenswertes zu Real von Katy Evans