Blog intern // Under Construction

Hier ist in letzter Zeit nicht viel los, außer das ich das Layout dauernd verschiebe. Nicht das ich keine Zeit zum bloggen hätte, aber das Design macht einfach keine Lust auf mehr und gerade wenn man mitten in der stressigsten Phase in der Uni steckt (sagt bitte noch einmal einer, dass ein Auslandssemester nur Partymachen ist), hat man die größte Lust etwas Neues anzufangen. Also wird in den nächsten Tagen, wie bereits offensichtlich hier schön umgebaut.

- Suey

mittendrin // A Piece of Cake - a memoir von Cupcake Brown

Eines meiner geliebten Seminare hier in Aberystwyth behandelt das 'Life Writing' von Frauen nach dem Krieg in den USA. Die Leseliste für das Seminar ist echt lang, jede Woche behandeln wir ein anderes Buch und man kann sich denken 2*50 Minuten ist da bei Weitem nicht genug für die Besprechung. Nichts desto trotz, ich genieße es hier regelmäßig zu lesen. Worauf ich aber hinaus will, ist wohl das Buch dieser Woche: A  Piece of Cake - a memoir von Cupcake Brown. Und ich bin mittendrin, wie meine Readmore-App mir mitgeteilt hat: 55 %. Weit genug um meine Meinung zu äußern.


Zum Inhalt: La'Vette oder auch Cupcake, verliert ihre Momma im Alter von elf und wird daraufhin in eine Pflegefamilie gesteckt - mit ihren eigenen Worten: "Little did I know, my hell hadn't even begun." (S. 20) - Sie geht durch die Hölle. Sie wird geschlagen und missbraucht, beginnt Drogen zu nehmen, wird Mitglied einer Gang und Drogendealerin. Ein einziges auf und ab. Mehr ein ab, abwärts in immer verzwicktere Umstände. Sie macht das Schlimmste mit, das ein kleines Mädchen nur mitmachen kann und auch nach der Pubertät, hört dieser Höllenritt nicht auf.

Es liest sich flüssig. Oder zumindest flüssiger als das erste Buch, welches ich für dieses Seminar lesen sollte (Maya Angelou, I Know Why the Caged Bird Sings), und dennoch, nach den ersten 200 Seiten des Grauens erkennt man Muster im Stil und es beginnt nervig zu werden. Man wird so mit dem abnormalen Mist, der in ihrem Leben vor sich geht, zugedröhnt, das es schwer ist noch wirklich geschockt zu sein und man wartet auf den, auf der Rückseite beschriebenen, Moment: "After one crack binge she woke up behind a dumpster. Half dressed and more than half-dead, she finally knew she had to change her life or die." Der Moment, in dem ihr Leben sich endlich ändert und die Fahrt nach unten endlich umschlägt und es aufwärts geht. Stattdessen wird man jetzt mit ihrer Hochzeit und einem prügelnden Ehemann konfrontiert.
Stiltechnisch gibt es viele Wiederholungen und er könnte einfacher wirklich nicht sein, vor allen Dingen weil sie gerne Vorausdeutungen macht und allzu oft gerne betont, wenn Leute und Ereignisse mit ihnen, vorgestellt werden, dass dies das letzte Mal war, das sie diejenige Person gesehen hat.

Die Thematik ist wirklich verstörend und besonders ich, als Kind aus einem normalen Elternhaus, hab Schwierigkeiten es nicht als Fiktion ab zu tun, sondern als Wahrheit anzusehen (wie so viele, von den Menschen denen Cupcake begegnete). Cupcake macht es einem leicht, in dem sie versucht zu analysieren. Sich selbst, die Menschen um sich herum. Und sie erklärt unentwegt - erklärt die Dynamik einer Gang, ihr Drogenverhalten. Wie die Drogen funktionieren, wie sie sie einnimmt. Was sie aus ihr machen. Wieso es ihr egal ist. Sie versucht einem ihr Leben in allen Einzelheiten näher zu bringen. Und mittendrin schlägt die Genervtheit um und die Geschichte packt einen wieder.

Ich bin gespannt auf die restlichen 45 %

Lauschattacke // The Lord of the Ring von J. R. R. Tolkien (BBC Version, 1995)

(c) J. R. R. Tolkien

Mit einem nur einstündigen Flug in aus Sicht und nur 23 Kilo an erlaubten Gepäck, war ich vor drei Wochen vor die Entscheidung gestellt, ob ich mir überhaupt Bücher mit nach Wales mitnehmen möchte und wenn, welche? Schließlich hab ich nur Atonement, als wirkliches Buch aus Papier und Tinte, mitgenommen, mir dafür aber meinen iPod vollgepackt. Hape  Kerkelings Ich bin dann mal weg habe ich dank des fünfzehnminütigen Fußmarches zur Universität schnell durchbekommen und die Hörspiel Version von The Lord of the Ring (in english) die vor mehr als einem Jahrzehnt bei BBC lief ist nun fast beendet.

Als ich mir diese Version ohne vorher reinzuhören, besorgt habe, bin ich davon ausgegangen dass mir das Buch, oder vielmehr die drei Bücher komplett vorgelesen werden. Jeder der sich schon mal an eins der Bücher rangewagt hat, weiß wie aufwendig die Landschaftsbeschreibungen sind - und auch wie anstrengend das lesen dieser. Ich wollte es mir einfach machen. Nur, BBC hat sich die Mühe gemacht daraus ein richtiges Hörspiel zu produzieren. Es gibt für jede Figur einen Sprecher, es wird gesungen, es gibt Hintergrundgeräusche - die Sprecher lesen nicht nur vor, sie spielen ihre Rollen richtig. Es ist wirklich großartig. Nur fehlen mir auf einmal die Landschaftsbeschreibungen.
Gut, man könnte jetzt meinen, auf die kommt es ja nicht an, die stören wirklich nur, aber ich habe das Gefühl das ich von den einen Ort zum nächsten geworfen werde ohne eine richtige Vorstellung wo wir gerade sind. Ich kenne die Orte alle von den Filmen, aber ich will sie in Tolkiens Worten beschrieben bekommen, nicht auf meine Erinnerung an die Filme zurückgreifen müssen.

Obwohl also alles wunderbar war, man richtig mitfiebern konnte, die Musik einem Gänsehaut verpasst hat, wurde doch zu viel gekürzt, zu stark für das Radio bearbeitet, als das es meinen Erwartungen entsprechen konnte, was nicht heißt das diese Version schlecht war. Nur meine Erwartungen nicht entsprechend.

Rezension // The Boy in the Striped Pyjamas von John Boyne

Bruno, a german boy of nine years, has to leave his comfortable home in Berlin to move to "Out-whit" because of his father's work and the Fury's command. At first he hates Out-Whit because there is no other child to play with on his side of the fence but then, after an exploration trip he meets Shmuel, a boy from the other side in his striped pyjama.
The language and the view of this novel is Bruno's. He tells the reader what he believes to see. He explains us his world. The world of WWII and the Holocaust. Openminded about the world and the people as he is, he is not able to completely understand what is happening around him, what does happen to the people wearing those striped pyjamas on the other side of the fence. He does not see that they are starving, humiliated, tortured and killed in the end.

I like the novel because of it's view. Because Bruno gives us a good overview of the time he is living in. He shows us several family members and their opionion, how difficult it is to completely grasp that good people were able to do bad things, because he believes till the end, that his father is a good man and nothing bad is going to happen. But what confused me were a few words like Fury. I've read it in englisch and again is was a novel about the Holocaust written by an author with english as his mothertongue like the author of The Bookthief, but different from The Bookthief he was not able to cross the language barrier. It confused me when the Führer was called the Fury, because at first I couldn't understand that Bruno just mispronounced the word Führer all the time. I translated Fury in my head. Also can't I understand, as son of a Commandant of a KZ, why did his father not explain to him why those people were on the other side? Because it was not an topic for such a young child? I always had the impression that germans back then were teached from birth onwards to hate Jews. At least I had the impression after watching so many interviews held with people born between the two wars.

But all in all, the book was extraordinary. One would think that showing the Holocaust with the eyes of a child, with the language of a child, the book would not live up the seriousness of the topic, but it does. It even goes beyond being serious at the end.

The Boy in the Striped Pyjama. John Boyne. Black Swan. 215 Seiten. £ 6,99.  


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5.10.-7.10.2011

Lauschattacke // Ich bin dann mal weg von Hape Kerkeling

Hape Kerkeling hat mich zum zweiten Mal mit auf den Jakobsweg genommen. Dies Mal gab es zu der Reise noch ein Zuckerstück,  nämlich seine Stimme. Wenn der Author seine Geschichte selber vorliest bringt er sie einem dadurch eindeutig näher. Zumindest bei biografischen Stücken. Wenn er sich selbst zitiert in dem Buch, Sätze spricht die er schon einmal gesprochen hat, glaubt man die Dinge wirklich mit zu erleben. Hinzu kommt wohl noch, das er sich ziemlich gut dabei macht, den richtigen Tonfall zu treffen. Besonders ein Satz geht mir nicht aus den Ohren, wenn er in diesem Dorf, zusammen mit Schwabel und Gerd, ist und deren Gespräch mit anhört, erkennt das es sich eigentlich nicht gehört dies zu tun und dann sagt: "Sorry (Gedächtnislücke!), menschlich ist es alle mal!" Loved it! Man erkennt aber doch den größten Teil der Zeit, dass er eben vorliest, was natürlich nicht die Großartigkeit dieses (Hör)buch mindern soll.


SuB // The Boy in the Striped Pyjama von John Boyne

Mein English Challenge Buch für den Oktober, ganz klassisch bei waterstone's gekauft. Hab mir sagen lassen dass es wohl eine der großen Ketten hier in UK ist, wie daheim die Mayersche oder Thalia. Ich freu mich richtig dieses Buch anzufangen, weil es schon so lange auf meiner Wunschliste stand und dann habe ich es, von dem Angebot überwältigt (wohl bemerkt, eine wirklich kleine waterstone's Filiale), zwischen den ganzen Schinken entdeckt. :)


Ich hoffe das ich auch wirklich zum lesen komme. Einfacher wäre es wahrscheinlich eines der Kursbücher für eine der Literaturvorlesungen in englisch auszuwählen. Die muss ich ja anyway lesen :/
Unter anderem kommen solche Werke wie Persuasion von Jane Austen, Hard Times von Charles Dickens und Sherlock Holmes von Sir Arthus Conan Doyle dran. Die Leseliste ist echt furcheinflößend und ich bin nicht ganz sicher wie ich das bewältigen soll :/


blah // Der September - ein kleines Resümee

Das 'monthly theme' von crini wurde in keinster Weise bewältigt. Ich habe mir wieder zu viel vorgenommen.

Auslandssemester wurde bereits angetreten. Ob erfolgreich oder nicht lässt sich noch nicht wirklich sagen.

Beendet habe ich nur mein English Challenge Buch für den September (Angela's Ashes by Frank McCourt). Ein Yay für mich :)

Dafür wurde mit Atonement von Ian McEwan und Ich bin dann mal weg ♫  von Hape Kerkeling angefangen. Beides geht voran :) Kann es kaum erwarten hier die Bücherläden zu durchforsten. Bin ein besonders großer Fan von Oxfam. Sehr billig.

Ich hoffe das Leseverhalten bessert sich jetzt wo ich wieder Uni und so viele Freistunden zwischen durch habe.

Außerdem habe ich den Geburtstag meines Blogs total verschwitzt :D Der erste Post wurde am 26ten September 2010 veröffentlicht. Seit dem haben sich weitere 72 Posts dazu gesellt. Ich bin sehr stolz auf mich, das ich es trotz der ganzen Ablenkungen in der realen Welt so gut geschafft habe durchzuhalten.


Film // Jane Eyre

Neue Stadt, neues Kino. Um genau zu sein, Uni Kino. Recht billig für Studenten und es laufen nur ausgewählte Filme. Die meisten liefen bereits schon offiziell vor Monaten. 
Diese Woche hatte ich das unglaubliche Glück das die neuste Verfilmung meines liebsten englischen Klassiker gespielt wurde: Jane Eyre mit  Mia Wasikowska and Michael Fassbender. 

Kurz zum Inhalt: 
Jane Eyre ist Waise und lebt in dem Haus ihrer Tante Reed. Das sind als Nichte ihres verstorbenen Onkels nicht mit Mrs. Reed verwandt ist, ist Jane nicht wirklich in ihrem Haushalt willkommen. Nach mehreren Zwischenfällen wird Jane auf die Lowood Institut für Mädchen geschickt, auf dem unmenschliche Umstände herrschen. Jane übersteht ihre Schulzeit und tritt nach mehreren Jahren, in dem sie in ihrer alten Schule als Lehrerin tätig ist, eine Stelle als Gouvernante für ein französisches Mädchen in Thornfield Hall an. Als sie Mr. Rochester, den Besitzer von Thornfield Hall trifft, beginnt es jedoch kompliziert zu werden.  
Mit keinen großen Hoffnungen was die Storyline angeht, nur aus Interesse an der Umsetzung und weil ich ins Kino gehen liebe, bin ich rein und war begeistert.
Die Bilder sind wunderschön. Die Umsetzung gelungen und das Genre wunderbar umgesetzt. Es ist kein kitschiger Frauenfilm. Die Bilder sind düster, es gibt Momente die einen zusammen zucken lassen und dennoch ist das, was zwischen den beiden passiert, so schön, das ich mich selber dabei erwischt hab, wie mir die Tränen in die Augen stiegen. Immer ein Kompliment für jeden Film. 

Was mich nur enttäuscht hat, war das ein zu starker Focus auf die Liebesbeziehung gelegt wurde. Auf die über allem stehende Moral der sich Jane so verpflichtet sieht, wird nicht wirklich in dem Maße eingegangen wie ich es mir gewünscht hätte. Der Film hat nicht das ausgedrückt, was das Buch ausgemacht hat. Naürlich wurde Jane nicht als Opfer dargestellt, das gerettet werden wollte, sie ist stark geblieben, aber alles in allem lag doch der Focus auf schmachtenden Blicken und erschreckenden Momenten.

Was jetzt nicht heißen soll dass der Film sein Geld nicht wert ist. Allein für die Musik werde ich geduldig warten, bis er auf DVD erscheint.  

(c) BBC Films, Focus Features and Ruby Films