Neu im Regal // Viele Taschenbücher und noch mehr eBooks

Man müsste meinen, dass man vor einem Umzug aussortiert. Weil man Dinge plötzlich wiederentdeckt, von denen man nicht wusste, das man sie noch besitzt. Und merkt dass man 20 Bücher im Regal stehen hat, die man die letzten 5 Jahre nicht gelesen hat und die einen ja so eigentlich auch nicht mehr interessieren. Im Prinzip sollte der Kram weniger werden. Dazu gehören auch Bücher. Irgendwie hab ich es aber geschafft die Kollektion auszubauen und dieses Mal ist nichts im städtischen Bücherschrank gelandet. 

Monatsrückblick // Juni & Juli 2016

Juni und Juli waren aufregende Monate. Zum einen hab ich die volle Wucht der Vollzeit-Byebye-Studentendasein-Zeit zu spüren bekommen. Zum anderen bin ich umgezogen - von meiner schnuckeligen Studentenbude mit dem ekligen Teppich in eine zwei Zimmerwohnung mit meinem Freund und einem krähendem Hahn in der Nachbarschaft. Trotz Blogflaute bin ich aber zum Lesen/Hören gekommen. Siehe hier:

gelesen & gehört

Lisa Kleypas - Marrying Winterborne 3/5
Lisa Kleypas - Suddenly You 3/5
Marie Lu - The Young Elites (#1) 3/5
Tahereh Mafi - Shatter me 3/5
Tahereh Mafi - Destroy Me 3/5
Tahereh Mafi - Unravel Me 3/5
Tahereh Mafi - Ignite Me 2/5
Sarra Manning - It felt like a Kiss 4/5
Sarra Manning - Adorkable 3/5
Sarra Manning - Unsticky 3/5
Sarra Manning - You don't have to say you love me 3/5
Sarah J. Maas - Crown of Midnight 5/5
Sarah J. Maas - Heir of Fire 4/5
Sarah J. Maas - Queen of Shadows 4/5

gebloggt

Kolumne // Guilty Pleasure & Regency Romance

Rezension // The Young Elites von Marie Lu



Ein Fieber überkommt die Welt, greift die Kinder an, tötet einige von ihnen, andere hingegen überleben gezeichnet. Man nennt diese Gezeichneten Malfettos. Und einige wenige dieser Kinder haben besondere Kräfte. Sie nennt man die Young Elites. Auch Adeline hat das Blutfieber überlebt und ist gezeichnet zurückgeblieben in einer Welt, die Menschen wie sie verachtet.


Angefixt durch die Anti-Heldin

The Young Elites war für mich ein lang ersehntes Buch, von dem ich spannende und interessante Sachen gehört habe. Eine ganz neue Heldin soll man dort antreffen - eine Anti-Heldin im wahrsten Sinne des Wortes. Erfrischend anders soll sie sein, das Buch sowieso. Mit einer riesigen Erwartungshaltung bin ich an das Buch herangetreten. Eigentlich konnte das nur im Desaster enden. Nun, ein wirkliches Desaster war es nicht. Aber ich las The Young Elites durchweg mit einer sehr hohen Erwartungshaltung an einfach alles: einen atemberaubenden Schreibstil, großartigen Weltenbau, eine atemberaubende Handlung und tolle Charaktere, die böse und doch sympathisch sind.


Erwartungen getroffen?

Es war das erste Buch, das ich von Marie Lu gelesen habe, und so stolperte ich am Anfang ein wenig über den Schreibstil, der O.k. war, aber nicht weltbewegend. Es wurde eine Welt gezeichnet, die Züge der Renaissance hatte und sehr düster war und durch die wir Adeline begleiten. Die Erzählperspektiven wurden immer wieder gewechselt und zwischendurch suchte man immer wieder nach einem wirklich guten Charakter. Und immer wieder wurde die eigene Erwartungshaltung durchbrochen. Auch wenn einem ein düsteres Meisterwerk mit einer Anti-Heldin versprochen wird,
erwartet man dennoch wahre Freundschaft, wahre Liebe und irgendeine Form von Happy End. Hier kam es mir teilweise wie ein Zugunglück vor. Kann man sich in anderen Romanen zurücklehnen, weil man doch weiß, das selbst in brenzligen Situationen kaum ein/e Autor/in bereit ist seine/ihre Charaktere zu opfern (von J. K. Rowling abgesehen) war ich teilweise schockiert, wie schnell es ging. Zum Teil hatte ich das Bedürfnis mich selbst zu kneifen und zu fragen: Ist das gerade wirklich passiert. Trotzdem fand ich die Story nicht komplett ausgereift. Es fehlt mir der Feinschliff.


Vielleicht sogar zu sehr. 

Einerseits entsprach es also meinen Erwartungen. Es war in dieser Hinsicht großartig, denn schon lange kann mich kaum noch etwas wirklich schockieren. Andererseits hat die Geschichte an sich leider nicht meinen Nerv getroffen. Klar bin ich neugierig, wie es mit der ambitionierten Adeline weitergeht, dennoch wird diese Reihe wahrscheinlich in Vergessenheit geraten, weil es andere Bücher und eben Buchreihen gibt, bei denen mich selbst Rereads mehr reizen.

Du liebst düstere Geschichten mit Anti-Helden mit Renaissance Setting? Dann ist The Young-Elites genau das Richtige für dich!

Wissenswertes zu The Young Elites

Kolumne // Guilty Pleasure & Regency Romance

A guilty pleasure is something one enjoys despite feeling guilt for it.“ (Quelle: Wikipedia)
Wir sehen uns gerne alle in einem bestimmten Licht, Profilieren uns mit unseren Ansichten und Vorlieben und #Dislikes. Und manchmal ist da etwas, das wir mögen und das nicht ins Raster passt. Etwas, für das wir uns schuldig fühlen, eben weil wir es mögen. Sei es als Hipster Taylor Swift, als Macho Liebesfilme. Für mich sind es als baldige M.A. der Germanistik Regency Romance Romane (die Alliteration ist traumhaft!) wie Lisa Kleypas oder Julia Quinn sie schreiben.

"Regency romances are a subgenre of historical romance novels set during the period of the English Regency or early 19th century."(Quelle: Goodreads)
Diese Romane in denen bestimmte Figuren in unterschiedlichen Konstellationen immer und immer wieder durchgespielt werden. Wo ein Schema, das funktioniert, wiederholt aufgegabelt und genutzt wird. Dabei sind sie gut geschrieben. Die Geschichten drücken alle Knöpfe bei mir. Sie sind so gut, dass ab und an ein Tränchen fließt und dennoch verkörpern sie alles, was ich als modern denkende Frau an heutigen, gerade amerikanischen Chic-Lit Romanen so verdamme: Arrogante, dominierende Helden und jungfräuliche, zu beschützende Damen, deren höchstes Ziel tatsächlich die Ehe und das Kinder kriegen ist und die sich in der Beziehung verlieren. Vielleicht ist es so einfach, diese Klischees von der vermeintlichen Stärke des Mannes und der Schwäche der Frau zu akzeptieren, weil es zu der damaligen Zeit eben so war. Es ist keine freiwillige Unterwerfung, sondern eine gesellschaftliche und rechtliche. 

Man muss diesen Romanen oder zumindest denen, die ich gelesen habe, jedoch zugute halten, dass sie trotz dieses gesellschaftlichen Settings dennoch Frauen als oftmals gleichberechtigt in der Beziehung, wenn auch nicht außerhalb des Hauses, präsentieren. Tatsächlich wird diese Ungleichheit immer wieder angeprangert. Oftmals sind die Frauen so stark, nehmen sich so viel heraus, dass man schon beginnt an der historischen Korrektheit der Geschichten zu zweifeln, mit denen es sowieso jetzt nicht so weit her ist. Es handelt sich hier definitiv nicht um so aufwändig recherchierte Romane, wie Memoirs of a Geisha von Arthur Golden. Es ist Chic-Lit in einer anderen Zeit, die es niemals auf eine Literaturliste in der Universität schaffen wird.

Und das ist das Licht, indem ich mich gerne sehe. Mit einem Germanistik-Master will man belesen wirken. Man ist schließlich jetzt gekrönte Kennerin deutscher 'erhabener' Literatur. Da passt so eine Guilty Pleasure nicht ins Selbstverständnis. Und dennoch liebe ich sie heiß und innig. Das sind die Art Bücher, die mich aus einem Lesetief rausholen.

Welche Regency Romance Romane kann ich empfehlen:

 Habt Ihr ein Genre, eine Autorin, ein Buch, das Ihr als Eure Guilty Pleasure bezeichnen würdet? Oder etwas anderes, bei dem Ihr manchmal zweimal überlegt, es anderen zu erzählen?

Monatsrückblick // Mai 2016

gelesen & gehört

Flower in the Attic von V. C. Andrews 4/5
City of Fallen Angels von Cassandra Clare 3/5
Darringham Hall Trilogie von Katryn Taylor 3-4/5
Again the Magic von Lisa Kleypas 4/5
Then Came You von Lisa Kleypas 4/5
Dreaming of You von Lisa Kleypas 4/5
Mine till Midnight von Lisa Kleypas 3/5★
Court of Mist and Fury von Sarah J. Maas 5/5
Daughter of Smoke and Bone von Laini Taylor 4/5


sonst so gebloggt

Newin // Black and White


woanders gelesen

Heike von Umblaettern hat diesen Monat darübr geschrieben, wieso es nicht O.K. ist, dass Wort "Schlampe" in einer Rezension zu verwenden.

Reihen-Rezension // Die Darringham Hall-Trilogie von Kathryn Taylor

Kate ist Tierärztin und in einem kleinen Ort in East Anglia aufgewachsen, dessen wirtschaftliches und gesellschaftliches Zentrum das alte Herrenhaus Darringham Hall ist und das der Familie Camden gehört. In einer stürmischen Nacht wird die Landadel- und Kleinstadt-Idylle jedoch durcheinandergebracht und von der Vergangenheit heimgeholt.